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IW-Chef Hüther stärkt Draghi im Streit um Kauf von Staatsanleihen den Rücken

Archivmeldung vom 21.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Michael Hüther (2011)
Michael Hüther (2011)

Foto: Johannes Christ
Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Ökonom Michael Hüther stellt sich im Streit um den Kauf von Staatsanleihen hinter EZB-Chef Mario Draghi. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW): "Die EZB muss für Preisstabilität sorgen. Der Ankauf von Staatsanleihen ist die letzte Möglichkeit, die die EZB hat, die Zinspolitik ist erschöpft." Hüther warnte vor einem Abrutschen in die Deflation: "Wir haben deutliche disinflationäre Tendenzen, zum Teil haben wir schon Deflation. Wenn der Prozess sich einmal verstetigt hat, ist es sehr viel schwieriger, geldpolitisch dagegenzuhalten. Es kommt deshalb sehr darauf an, es zeitig zu tun und es mit Deutlichkeit zu tun. Mit 50 Milliarden Euro wird man nicht viel bewegen."

Kritisch äußerte sich Hüther zu Überlegungen, die nationalen Notenbanken nur Schuldtitel ihrer Länder kaufen zu lassen: "Wenn wir in die Bereiche der einzelnen Notenbanken zurückfallen, dann betreiben wir erstens keine europäische Geldpolitik. Zweitens wird die Maßnahme so zerteilt und damit ineffektiv. Wenn wir etwas Ineffektives tun, können wir es auch gleich lassen."

Mit Blick auf die Parlamentswahl in Griechenland am Sonntag sagte Hüther: "Die Geberländer sollten deutlich machen, dass es keinen Spielraum mehr gibt. Griechenland zahlt heute auf seinen Schuldenberg einen von den Geberländern subventionierten Zinssatz von im Schnitt 2,4 Prozent. Das muss Griechenland schultern können, und das kann es auch. Es gibt keinen Grund, noch mal Erleichterungen anzubieten." Nötigenfalls müsse das Land den Euro aufgeben.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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