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UNHCR ruft zu mehr Einsatz für Migranten auf griechischen Inseln auf

Archivmeldung vom 11.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Symbolbild Bild: Fotomovimiento, on Flickr CC BY-SA 2.0
Symbolbild Bild: Fotomovimiento, on Flickr CC BY-SA 2.0

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat die europäischen Staaten dazu aufgefordert, ihr Engagement für Migranten auf den griechischen Inseln deutlich zu verstärken. "Möglichst viele Menschen von den Inseln auf das griechische Festland zu holen, ist humanitär und im Interesse der öffentlichen Gesundheit dringend geboten", sagte der UNHCR-Repräsentant in Deutschland, Frank Remus, der "Welt".

Man dürfe nicht vergessen, "dass die Lage für alle Menschen, die in den Aufnahmezentren leben müssen, prekär ist". Die Zusage der Bundesregierung, in der kommenden Woche bis zu 50 Kinder aufzunehmen, sei ein "wichtiger erster Schritt", so der UNHCR-Repräsentant weiter. Andere europäische Staaten müssten nachziehen.

"Die Situation war schon vor Corona schlimm. Aber diese Menschen gerade in Zeiten einer globalen Pandemie in hoffnungslos überbelegten Zentren allein zu lassen, wäre inhuman", sagte Remus. Vorschläge der SPD-Fraktion, das UN-Flüchtlingshilfswerk könne die Kontrolle der Flüchtlingszentren übernehmen, wies er zurück. "Wir sind aus gutem Grund in Europa nicht so stark engagiert wie in Armutsregionen", so der UNHCR-Vertreter. Die Ressourcen seien "knapp und die meisten unserer Einsätze bestenfalls halb finanziert". Die EU-Staaten seien "wirtschaftlich stark und sollten die Betreuung der Lager im Wesentlichen selbst hinbekommen", sagte Remus der "Welt".

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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