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Österreich: Extreme Meldefehler bei Coronatests

Archivmeldung vom 23.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
OOPS! Rein zufällig, versehentlich, was für ein Wunder...(Symbolbild)
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Bild: Eigenes Werk /OTT

Ein Ministeriumsbrief zeigt, dass Labore manche Tests hunderte Male gemeldet haben. Zum Teil passierte das über Monate. Laut Gesundheitsministerium beeinflusst dieser „Fehler“ die Corona-Zahlen nicht. Auch die von Wiener Labors verwendeten Ct-Werte sind nicht WHO-konform. Darüber berichtet das Magazin "Wochenblick.at".

Weiter berichtet das Magazin: "Der mittlerweile als Gesundheitsminister zurückgetretene Rudolf Anschober (Grüne) hat immer wieder die so erfolgreiche Teststrategie Österreichs hervorgehoben. Jetzt zeigt ein Eilbrief des Sozialministeriums, wie genau dieser „Erfolg“ aussieht. Die Labore werten die Corona-Tests aus und melden sie in das Epidemiologische Meldesystem (EMS) ein. Dabei kommt es offensichtlich zu sehr massiven Fehlmeldungen. Dieselben Testergebnisse werden von manchen Laboren „teilweise über Monate“ immer wieder eingemeldet. Kompetenz-Spitzenreiter scheint ein Wiener Großlabor zu sein. Dieses hat tatsächlich EINEN Fall innerhalb von zwei Tagen unglaubliche 2.928-mal gemeldet.

1. Zwilling positiv

Interessant sind auch die den Fällen zugewiesenen Namen. „Knabe“, „Mädchen“ oder „1. Zwilling“ kommen ebenso vor wie akademische Titel. IT-Experten erklären die Mehrfachmeldungen mit EDV-Fehlern, die Namensfehler mit falscher händischer Dateneingabe, so ein Bericht im Profil. NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker meinte dazu, dass „bei schlecht eingemeldeten Daten“ kein Contact-Tracing erfolgen könne. „Die Verlässlichkeit der offiziellen Zahlen“ sei offenbar niedriger als angenommen.

Fehler beeinflussen Ergebnis nicht?

Das Gesundheitsministerium wiegelt allerdings ab und meint: „Diese Datenfehler beeinflussen die publizierten Covid-19-Zahlen nicht.“ Im EMS würden Labormeldungen immer einem offenen Fall zugeordnet, hieß es auf die Anfrage einer Tageszeitung. Die „routinemäßige Qualitätssicherung“ habe gezeigt, dass ein Teil der Labormeldungen „nicht den gesetzlichen Vorgaben“ entspricht. „Wir haben ersucht, die angeführten Probleme zu berücksichtigen und gegebenenfalls Maßnahmen, die zur Erhöhung der Datenqualität führen, zu setzen“, versucht das Gesundheitsministerium zu beruhigen.

Tests nicht fachgerecht ausgeführt

Doch das Meldeproblem ist nicht der einzige Fehler im österreichischen Testsystem. Wiener Labore arbeiten offenbar noch immer mit Ct-Werten über 30, um Tests als positiv zu werten und verstoßen damit auch gegen die WHO-Richtlinie zur Auswertung. Bis zu 40 solcher Verdoppelungen werden in den Hauptstadt-Labors durchgeführt, wie Peter F. Mayer in seinem Blog darlegt. Das Ergebnis entscheidet dann z.B. über Quarantäne oder nicht.

Das Spiel mit den Corona-Zahlen verfolgt uns seit Beginn der Pandemie. R-Wert, Inzidenz-Wert, Intensivbettenauslastung, Ct-Wert oder Fallzahl, all diese Werte beeinflussen unser Leben seither einschneidend. Jeder Beschluss für Maßnahmen beruht auf diesen äußerst „fehleranfälligen“ Zahlen.

Quelle: Wochenblick

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