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Ökonomin fordert Flüchtlingsanleihe über 50 Milliarden Euro

Archivmeldung vom 30.01.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.01.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Die französische Ökonomin Hélène Rey schlägt eine milliardenschwere Flüchtlingsanleihe vor, um die Kosten der Integration von Migranten zu schultern. "Es geht um Investitionen in die europäische Zukunft. Sie sollten aus dem EU-Haushalt etwa über die Europäische Investitionsbank finanziert werden", sagte Rey, die an der London Business School lehrt, in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin "Der Spiegel".

Innerhalb der bestehenden Haushaltsregeln könnten Länder wie Griechenland, die für die Bewältigung des Migrationsproblems entscheidend seien, die notwendigen Ausgaben etwa für die Sicherung der Außengrenzen und den Bau von Unterkünften nicht leisten. "Wenn wir das Geld nicht aufbringen, wird das dramatische Folgen für die europäische Sicherheit und die politische Integrität der Europäischen Union haben", sagte Rey. Die Eurobonds müssten zweckgebunden sein, für die innere Sicherheit und die Integration von Flüchtlingen. Sie könnten aus Sicht der Ökonomin ein Volumen von 30 bis 50 Milliarden Euro haben, wenn man damit auch einen Marshallplan für die Herkunftsländer finanzieren wolle, wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ihn angeregt habe. "Eine solche Flüchtlingsanleihe könnte ein positives Signal sein und Extremisten wie Marine Le Pen den Wind aus den Segeln nehmen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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