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Obama verteidigt Atom-Abkommen mit Iran gegen Kritik aus Israel

Archivmeldung vom 07.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Barack Obama Bild: Jordan Ray, on Flickr CC BY-SA 2.0
Barack Obama Bild: Jordan Ray, on Flickr CC BY-SA 2.0

US-Präsident Barack Obama hat die Atom-Vereinbarung mit dem Iran gegen Kritik aus Israel verteidigt. Das Abkommen sei eine "einmalige Chance", um einen mit Atombomben bewaffneten Iran zu verhindern und Sicherheit im Nahen Osten zu schaffen, sagte Obama im Gespräch mit der "New York Times".

Überdies bekräftigte er die US-Sicherheitsverpflichtungen gegenüber Israel. Das Abkommen sei die bislang "beste Möglichkeit", um sicherzustellen, "dass der Iran keine Atombombe in seinen Besitz bringt", so Obama. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hatte die vorläufige Vereinbarung zuvor scharf kritisiert: Ein Abkommen, das auf den nun vereinbarten Prämissen fuße, würde dem Iran den Weg zu Nuklearwaffen nicht verschließen, sondern Teheran vielmehr den Weg zu diesen ebnen.

Der Kompromiss umfasst eine Verpflichtung des Iran, sein Atomprogramm für bis zu 25 Jahre einer internationalen Aufsicht zu unterwerfen. Zudem müssen innerhalb der ersten zehn Jahre zwei Drittel der bestehenden Anreicherungskapazitäten unter Aufsicht stillgelegt und 95 Prozent des angereicherten Urans verdünnt oder ins Ausland gebracht werden. Forschungen und Entwicklungen in atomarer Technik sind nur unter strikter Aufsicht gestattet.

Bolton und Stein kritisieren Atom-Kompromiss mit dem Iran

Drei Tage nach der Atom-Einigung mit dem Iran wächst die Kritik am Ergebnis der Verhandlungen. John R. Bolton, Ex-US-Staatssekretär für Rüstungsfragen und ehemaliger Botschafter bei den Vereinten Nationen, sagte "Bild am Sonntag": "Es ist irrig, zu glauben, der Iran würde sich an ein wie auch immer geartetetes Abkommen über sein Atomwaffenprogramm halten. Er hat seine internationalen Verpflichtungen stets missachtet." Shimon Stein, Israels Botschafter in Deutschland von 2001 bis 2007, sagte "Bild am Sonntag": "Was in Lausanne entschieden wurde, reicht noch nicht aus, um zu verhindern, dass der Iran in den Besitz von Nuklearwaffen kommt." So gebe es unter anderem bei der Frage nach effektiven Kontrollen und Sanktionen noch viele "Lücken". Dies müsse bis zum endgültigen Abkommen Ende Juni geklärt werden. Stein: "Wenn da nicht nachgebessert wird, werden die Verhandlungen als Armutszeugnis in die Geschichte eingehen."

Die fünf UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien sowie Deutschland hatten sich am Donnerstag mit dem Iran in Lausanne auf Eckpunkte für ein Rahmenabkommen geeinigt. Es sieht strenge Beschränkungen für das iranische Atomprogramm vor. Im Gegenzug sollen die Iran-Sanktionen gelockert werden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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