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Ägyptischer Präsident Mursi brüskiert iranische Führung

Archivmeldung vom 30.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Mohammed Mursi BIld: Trinitresque / wikipedia.org
Mohammed Mursi BIld: Trinitresque / wikipedia.org

Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat zur Eröffnung des Gipfels der blockfreien Staaten in Teheran der syrischen Opposition seine Unterstützung zugesichert und damit die iranische Führung brüskiert, die als einer der letzten Verbündeten der syrischen Regierung gilt. Es sei "eine moralische Pflicht sowie eine politische und strategische Notwendigkeit", die Revolution in Syrien zu fördern, so Mursi.

Die syrische Führung um Präsident Baschar al-Assad bezeichnete der ägyptische Präsident als Unterdrückerregime, das jede Legitimität verloren habe. Vor den Teilnehmern des Gipfels der blockfreien Staaten erklärte Mursi überdies, dass "das Blutvergießen in Syrien eine Last und eine Verantwortung" sei, "die wir auf unseren Schultern tragen". "Wir müssen erkennen, dass es nicht enden wird, wenn wir nicht alle gemeinsam etwas dagegen unternehmen", appellierte Mursi an die Gipfelteilnehmer.

Die syrische Delegation verließ nach ägyptischen Medienberichten das Treffen der blockfreien Staaten, um so ihren Protest gegen die Äußerungen Mursis zum Ausdruck zu bringen. Mit diesen geht Ägyptens Präsident auf deutliche Distanz zum Iran, der das Gipfeltreffen als Gastgeber organisiert hatte. Es ist der erste Besuch eines ägyptischen Präsidenten im Iran seit der islamischen Revolution von 1979. Als Ägypten 1979 den Friedensvertrag mit Israel unterzeichnet hatte, kappte Teheran die diplomatischen Beziehungen mit Kairo. Beide Staaten unterhalten bis heute keine diplomatischen Beziehungen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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