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Japans Zentralbankchef warnt vor Grexit

Archivmeldung vom 29.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Haruhiko Kuroda - 2010
Haruhiko Kuroda - 2010

Foto: Flickr upload bot
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Chef der japanischen Zentralbank, Haruhiko Kuroda, hat vor den Folgen eines möglichen Austritts Griechenlands aus der Eurozone gewarnt. Ein Grexit sollte vermieden werden, sagte Kuroda im Interview mit dem "Handelsblatt": "Denn wenn zum ersten Mal ein Land die Eurozone verlässt, dann wäre sie danach nicht mehr dieselbe stabile Währungsunion wie zuvor", sagte der Gouverneur der Bank of Japan.

Vielmehr könne der Euro-Raum dann eher als System fester Wechselkurse angesehen werden. Und diese Systeme seien in der Vergangenheit nicht besonders erfolgreich gewesen, warnte Kuroda vor den mittelfristigen Folgen. Kurzfristig rechnet der japanische Notenbankchef jedoch nicht mit Turbulenzen. "Ich glaube, dass es an den Finanzmärkten kurzfristig nicht zu Ansteckungseffekten kommen wird, wenn Griechenland einen Zahlungsausfall erlebt oder sogar die Währungsunion verlassen muss", sagte Kuroda. Das sei beherrschbar. Man sehe schon jetzt, dass die Zinsen für Griechenland-Anleihen stark gestiegen seien, ohne dass dies Auswirkungen auf Spanien oder Portugal habe. Die Märkte würden jetzt differenzieren.

Kuroda lobte zugleich die Europäische Zentralbank (EZB) für ihr Programm zum Kauf von Staatsanleihen (QE). Dies sei notwendig: "Die Euro-Zone hat unter deflationären Risiken gelitten, bis die EZB das QE-Programm gestartet hat", sagte der der japanische Notenbankchef. "Jetzt haben diese Risiken deutlich abgenommen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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