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"Welt": Griechenlands Finanzminister plant Berlin-Besuch noch in dieser Woche

Archivmeldung vom 03.02.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.02.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Griechenlands Finanzminister Janis Varoufakis plant offenbar einen Besuch in Berlin: Dem Vernehmen nach will sich der neue griechische Finanzminister noch in dieser Woche mit seinem Kollegen, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), treffen, erfuhr die Tageszeitung "Die Welt". Ein möglicher Termin für das Treffen könnte demnach der kommende Donnerstag sein. Eine offizielle Bestätigung gibt es für diese Informationen allerdings noch nicht.

Angeblich sind die Termine bislang nicht endgültig bestätigt. Im politischen Berlin war man bislang verwundert bis verärgert, dass der neue griechische Finanzminister scheinbar einen Bogen um die deutsche Hauptstadt gemacht hatte, heißt es in dem Bericht weiter.

Varoufakis war stattdessen nach London gefahren, um dort mit Bankern zu reden. Und in Paris hatte er Vertreter der französischen Regierung getroffen. Mancher in der schwarz-roten Koalition in Berlin habe das als Affront empfunden, weil Deutschland der größte Gläubiger Griechenlands ist, schreibt die "Welt" weiter.

DIW regt Vermögensabgabe für reiche Griechen an

Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) könnte die neue Regierung in Athen den Staatshaushalt mit einer Sonderabgabe für vermögende Griechen sanieren. "Eine Vermögensabgabe in Griechenland ist sinnvoll, um die Wohlhabenden stärker an der finanziellen Sanierung des Staates zu beteiligen und die sozialen Härten für die breite Bevölkerung zu begrenzen", sagte der DIW-Steuerexperte Stefan Bach dem "Handelsblatt" (Online-Ausgabe). "Allerdings ist die Erhebung nicht einfach, da die Vermögenswerte ermittelt und im Fall von Finanzvermögen gesichert werden müssen, um Hinterziehung und Kapitalflucht zu unterbinden. Dabei sollten die EU-Länder Griechenland unterstützen."

Bach ist auch der Ansicht, dass in Griechenland zu wenig gegen Steuerhinterziehung unternommen wird. Wichtig wäre daher vor allem, die Finanzverwaltung in Griechenland zu verbessern und die vorhandenen Steuern zu erheben. "Da gibt es wohl noch erheblichen Nachholbedarf", sagte Bach mit Blick auf Expertenschätzungen, wonach der griechische Staat durch Steuerhinterziehung jährlich 15 Milliarden Euro an Einnahmen verliert. Unabhängig davon hält es Bach für geboten, Steuerbefreiungen für Branchen abzuschaffen. "Das geht natürlich nicht von heute auf morgen und bringt auch Härten mit sich", räumte der DIW-Experte ein. "Denn wenn sich größere Wirtschaftsbereiche auf laxen Steuervollzug und Steuerprivilegien eingestellt haben, ist das auch in den Wirtschaftsstrukturen eingepreist." Aber auf Dauer komme man um solchen Reformen nicht herum, wenn man eine funktionierende Wirtschaft aufbauen wolle, betonte Bach.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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