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Ex-Nato-General für stärkeres deutsches Engagement

Archivmeldung vom 02.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Bundeswehr/Wilke
Bild: Bundeswehr/Wilke

Angesichts der Vielzahl globaler Krisen hat der frühere Militärausschussvorsitzende der Nato, Harald Kujat, für eine wesentlich stärkere deutsche Rolle in der internationalen Politik im Jahr 2015 geworben.

In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der General a.D., "in Afghanistan sind die Taliban nicht geschlagen und die Ausbildungsmission wird daran kaum etwas ändern. Die Tragödie in Syrien, die Millionen Menschen entwurzelt und ins Elend getrieben hat, scheint endlos weiter zu gehen. Eine durchschlagende Strategie gegen den IS zeichnet sich noch nicht ab. Vielmehr steigt das Risiko, dass weitere Staaten in der Region durch den IS destabilisiert werden." Hinzu trete die Krise in der Ukraine. Dort hätten sich "Russland und der Westen in eine Sackgasse manövriert, aus der offenbar beide Seiten keinen Ausweg finden". In der Summe gebe es mit Blick auf das neue Jahr "leider wenig Anlass für Optimismus". Deutschland solle im Rahmen von Nato und EU seinen Einfluss geltend machen. Kujat plädierte für eine "Gesamtstrategie, die Diplomatie, Verteidigung, Entwicklungshilfe, Abrüstung und Außenwirtschaft als sich ergänzende und verstärkende Elemente umfasst".

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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