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3 Tote bei Zugunglück in Zentral-China

Archivmeldung vom 29.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch HB

Am frühen Morgen kollidierten in Zentral-China zwei Personenzüge. Dabei gab es mindestens 3 Tote und mehr als 60 Verletzte.

Der Unfall passierte heute Morgen gegen 2 Uhr 34. Die beiden Züge stießen im Bahnhof von Chenzhou in der Provinz Hunan zusammen, teilte ein Sprecher der Guangzhou Railway Group, die sowohl den Bahnhof als auch die beiden am Unfall beteiligten Züge betreibt, mit.

Als Zug Nummer K9017, auf dem Weg von der Provinhauptstadt Changsha nach Shenzhen, Guangdong Province und Zug Nummer K9063, von Tongren kommend gleichfalls auf dem Weg nach Shenzhen zusammenstießen, sprangen zahlreiche Wagen sowie die beiden Lokomotiven aus den Gleisen. Am stärksten beschädigt wurde der vierte Wagen des Zuges K9017.

Yuan Shuxian, eine Studentin Anfang 20 aus Guangdong, wurde mit 4 Stichen am Bein genäht und ist eine der leichter Verletzten. Im Interview mit Xinhua sagte sie, das sie keinen Sitzplatz fand und deshalb zwischen dem 4. und 5. Wagen stand, als der Unfall passierte. "Plötzlich fing der Zug an zu wackeln, so stark wie ein Schiff auf hoher See, ich konnte kaum noch stehen," sagte sie. "Dann sah ich Funken fliegen und alle Lichter im Zug gingen aus. Ich war voller Angst, dann wurde alles schwarz," fuhr sie fort. Als sie wieder zu sich kam, hörte sie in der Dunkelheit Menschen schreien und weinen. Durch einen Riss im Boden des Zuges sprang sie zusammen mit anderen Passagieren aus dem Wrack.

Nach 10 Minuten erreichten die ersten Rettungskräfte die Unfallstelle und brachten Yuan zusammen mit anderen Verletzten ins Krankenhaus.

Einer der Züge krachte in zwei neben den Gleisen stehende Häuser und brachte diese zum Einsturz. "Ein lautes Geräusch weckte mich auf," sagte Wang Manju, deren Haus direkt neben dem Bahnhof steht. Als sie die Haustür öffnete, stand sie vor einer Wolke aus Staub und sah überall Teile und herumliegende Gepäckstücke. "Ich hörte Schreie aus dem Zug und rief die Polizei," sage Wang. Vor ihrem Haus lagen zwei Leichen zwischen den Trümmern, eine Mutter und ihr Sohn. "Es war so entsetzlich," sagte Wang.

Durch den Unfall stauen sich tausende Zugpassagiere im Bahnhof von Chenzhou. Da der Zugverkehr blockiert ist, wurden mehr als 50 Busse zum Bahnhof geschickt, um die Reisenden zu anderen Bahnhöfen oder zu ihren Reisezielen zu bringen.

Zwischenzeitlich wurden alle Verletzten geborgen und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Das Verkehrsministerium sowie die Provinzregierung untersuchen den Unfall.

Bei einem anderen schweren Zugunglück in China im April letzten Jahres, bei dem auch zwei Personenzüge kollidierten, gab es 72 Tote und 416 Verletzte, der Zugverkehr war für mehr als 21 Stunden blockiert. Damals ergaben die Ermittlungen, das beide Züge viel zu schnell unterwegs waren und dadurch der Unfall verursacht wurde.

Quelle: Xinhua

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