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Iran: Urananreicherung bis auf 60 Prozent

Archivmeldung vom 13.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Urananreicherung (Symbolbild)
Urananreicherung (Symbolbild)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Iran geht dazu über, Uran auf bis zu 60 Prozent anzureichern. Dies berichtet die Agentur IRNA unter Berufung auf den iranischen Vize-Außenminister Abbas Araghchi.

Beim russischen online Magazin " SNA News " ist auf der deutschen Webseite weiter zu lesen: "Weitere Einzelheiten nennt die iranische Agentur nicht, allerdings folgt die Nachricht auf die Ankündigungen hoher Vertreter des iranischen Regierungsapparats, Teheran werde sein Atomprogramm in Reaktion auf den Vorfall in der Atomanlage Natans intensivieren.

Der iranische Auslandssender Press TV berichtet unter Verweis auf einen Diplomaten in Teheran, mit der erhöhten Anreicherung würde am 14. April begonnen. Vorher erklärte Ali Chamenei, das politische und religiöse Oberhaupt des Irans, sein Land werde die Urananreicherung auf 60 Prozent hochfahren, sollte dies den hoheitlichen Interessen entsprechen.

Das iranische Atomabkommen (auch JCPOA: Joint Comprehensive Plan of Action) erlaubt es dem Iran, das Uran lediglich auf weniger als vier Prozent anzureichern. Im Gegenzug für diese und weitere Eingrenzungen des iranischen Atomprogramms sollten die gegen Teheran verhängten Sanktionen aufgehoben werden.

Dies war 2015 von Großbritannien, Frankreich, Deutschland, China, Russland und den USA mit dem Iran vereinbart worden – mit dem Ziel, den Aufstieg des Irans zur Atommacht zu verhindern. Die Vereinbarung hatte keine drei Jahre gehalten: Ex-US-Präsident Donald Trump beschloss im Mai 2018 den einseitigen Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Atomabkommen und die Rückkehr zu harten Sanktionen gegen Teheran.

Stromausfall in Atomanlage wirkt eskalierend

Teheran hatte ein Jahr nach dem Ausstieg der USA aus dem JCPOA verkündet, die Einhaltung seiner Verpflichtungen aus diesem Abkommen schrittweise zurückzufahren und Einschränkungen bei der Kernforschung, bei der Zahl der Zentrifugen und bei der Urananreicherung aufzugeben.

Ende letzten Jahres verabschiedete Teheran ein Gesetz als „Strategische Maßnahme zur Aufhebung der Sanktionen“. Demnach will die iranische Führung ihr Atomprogramm intensivieren, um die Aufhebung der Sanktionen durchzusetzen. Das Gesetz sieht unter anderem den Einsatz stärkerer Zentrifugen zur Urananreicherung vor. Schon jetzt betreibt der Iran die Urananreicherung weit über dem Maß, das im Atomabkommen vorgesehen ist. Auch hat die Führung des Landes den Zutritt internationaler Beobachter zu iranischen Atomanlagen eingeschränkt.

Am vergangenen Sonntag kam es in einer Atomanlage in Natans zu einem Stromausfall. Teheran macht israelische Geheimdienste für den Vorfall verantwortlich. Der Chef der iranischen Atombehörde, Ali Akbar Salehi, bezeichnete den Stromausfall als Angriff und Ausdruck von „nuklearem Terrorismus“.

Die Zeitung „New York Times“ schreibt, der Vorfall werfe das iranische Atomprogramm um Monate zurück und schwäche die Verhandlungsposition der iranischen Führung bei den Gesprächen in Wien. Mit Verweis auf amerikanische Geheimdienstler schreibt das Blatt, der Stromausfall in Natans sei von Israelis in einer Spezialmission herbeigeführt worden. "

Quelle: SNA News (Deutschland)

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