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Ukraine-Flüchtlinge könnten zu Dauergästen werden

Archivmeldung vom 08.08.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.08.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Bildmontage WB: Freepik, Canva / Eigenes Werk
Bild: Bildmontage WB: Freepik, Canva / Eigenes Werk

In Oberösterreich leben derzeit 7.695 Flüchtlinge aus der Ukraine. Zwei Drittel davon, so heißt es, wollen nach Beendigung des Krieges wieder in ihre Heimat zurückkehren. Doch die Möglichkeit, dass sie für immer bleiben könnten, wird immer wahrscheinlicher. Sie sind auch nicht die einzigen Ausländer, die mit einem Daueraufenthalt in Österreich liebäugeln. Dies berichtet das Magazin "Wochenblick.at"

Weiter berichtet das Magazin: "Die Sicherheitsbehörden rechnen mit mehr als 70.000 Asylanträgen bis zum Jahresende.

Allein heuer hätten schon mehr Menschen um Schutz in Österreich angesucht als im Krisenjahr 2015, heißt es. Denn aktuell sind wir mit zwei Migrationswellen konfrontiert: Mit den üblichen Einwanderern in unser Sozialsystem, die uns schon im Vorjahr 40.000 Asylanträge und in der ersten Hälfte dieses Jahres noch einmal 31.000 weitere bescherten – und die Zuwanderungen gehen weiter. Konkret haben im Vorjahr in Österreich 12.000 Menschen Asyl bekommen: 6.900 Syrer, 2.600 Afghanen und 600 Iraner. Nicht zu vergessen, die bei uns lebenden 80.000 Flüchtlinge (Stand Juli 2022) aus der Ukraine.

Rückkehr fraglich

Oberösterreich hat 7.695 Ukrainer aufgenommen, die auf 18 Bezirke und Magistratsstädte verteilt wurden. Die Hauptlast der Flüchtlinge wird von den Bezirken Linz-Stadt (965 Flüchtlinge), Linz-Land (807), Vöcklabruck (692), Gmunden (683), Eferding (492), Urfahr-Umgebung (472), Freistadt (445) und Steyr-Land (418) gestemmt.
Der Rest wurde in Kirchdorf (363), Wels-Stadt (321), Perg (296), Rohrbach (285), Grieskirchen (284), Ried/Innkreis (272), Wels-Land (227), Steyr-Stadt (201) und Schärding (178) untergebracht. Davon sind 3199 Kinder und Jugendliche, 3.879 Erwachsene im Alter von 21 bis 62 Jahren sowie 617 Senioren (über 62-Jährige). Nach Auskunft von Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer wollen etwa zwei Drittel der geflüchteten Ukrainer so lange in Österreich ausharren, bis der Krieg in ihrem Land zu Ende ist.

Das kann nach Ansicht von Experten dauern und nach dem zu erwartenden Ausgang dieses Kriegs, der nach Auskunft von Militärexperten mit einer Niederlage der Ukrainer enden dürfte, werden die zu uns Geflüchteten nur noch wenig Lust verspüren, nach Hause zurückkehren zu wollen, zumal das Land Oberösterreich die Arbeitsmarktintegration jetzt auch stark vorantreibt. „Nach mehreren Wochen ist es nun zumutbar, dass wir hier restriktiver werden“, betont Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer.

Viele Bewilligungen

Das AMS hat bereits 1.798 Beschäftigungsbewilligungen in Oberösterreich für Menschen aus der Ukraine erteilt. Damit haben mittlerweile schon mehr als 41 Prozent der erwerbsfähigen Flüchtlinge eine Beschäftigung, bestätigt der Landesrat. Innerhalb der vergangenen drei Wochen wurden alleine rund 260 neue Arbeitsbewilligungen erteilt. Auch die Beschäftigungslage bei Syrer und Afghanen habe sich verbessert, heißt es. Österreichweit wurden 8.283 Arbeitsbewilligungen für Flüchtlinge ausgestellt, davon allein 22 Prozent in unserem Bundesland.

Das derzeitige Aufenthaltsprovisorium für die Ukrainer könnte à la longue zu einem Daueraufenthalt werden, befürchten viele Oberösterreicher angesichts der Tatsache, dass schon jetzt jeder Vierte in Österreich Migrationshintergrund hat: das sind etwa 2,24 Millionen Menschen. Auch wenn einige der Ukrainer in Oberösterreich nun Arbeit gefunden haben, so waren doch im Vorjahr Jugendliche mit ausländischen Wurzeln fast doppelt so häufig arbeitslos wie jene ohne Migrationshintergrund.

Von den Ukrainern, die sich in Oberösterreich aufhalten, beträgt der Frauenanteil 70 Prozent. Es ist aber zu befürchten, dass auch sie nach einem für ihr Land schlechten Ausgang des Krieges nicht mehr nach Hause gehen werden, sondern ihre Männer nach Österreich holen, falls diese den Krieg überlebt haben sollten. Wenn nicht, gäbe es für die Frauen erst recht keinen Grund mehr, in ihre Heimat zurückzukehren."

Quelle: Wochenblick

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