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Operation Atalanta: "Berlin" läuft aus

Archivmeldung vom 18.06.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.06.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Einsatzgruppenversorger BERLIN läuft zur Antipirateriemission ATALANTA aus.
Einsatzgruppenversorger BERLIN läuft zur Antipirateriemission ATALANTA aus.

Am Sonntag, den 22. Juni 2014 um 18 Uhr, verlässt der Einsatzgruppenversorger "Berlin" seinen Heimathafen Wilhelmshaven, um an der EU-geführten Operation Atalanta teilzunehmen. Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Marcel Rosenbohm (44) wird die "Berlin" Anfang Juli den Betriebsstofftransporter "Rhön" ablösen. Gemeinsam mit dem derzeitigen Flaggschiff der Anti-Piraterie Mission, der Fregatte "Brandenburg" sowie weiteren Schiffen aus Spanien und den Niederlanden, wird der Einsatzgruppenversorger sich am Kampf gegen die Piraterie am Horn von Afrika beteiligen.

"Meine Besatzung und ich freuen uns auf den uns übertragenen Auftrag am Horn von Afrika, die Schiffe des World Food Programme zu schützen. Es werden fordernde Wochen und Monate auf die Besatzung der "Berlin" zukommen, aber meine Besatzung ist hoch motiviert, gut vorbereitet und wird den Anforderungen vollends gewachsen sein", sagte Fregattenkapitän Rosenbohm mit Blick auf den bevorstehenden Einsatz.

Der Einsatzgruppenversorger "Berlin" wird voraussichtlich Ende Oktober nach Wilhelmshaven zurückkehren.

Hintergrundinformationen

Die von der Europäischen Union (EU) geführte Operation Atalanta hat das Ziel die Transporte des Welternährungsprogrammes (WFP) zu schützen und die Piraterie am Horn von Afrika einzudämmen. Seit Beginn der EU-Operation im Dezember 2008 wurde kein Schiff des WFP durch Piraten angegriffen. Dadurch erreichten bisher mehr als 800 000 Tonnen Nahrungsmittel und Hilfsgüter ihr Ziel. Somit konnten viele Leben der notleidenden Bevölkerung in Somalia gerettet werden. Die Tätigkeiten der Piraten sind mit Beginn der Operation signifikant zurückgegangen und seit über einem Jahr ist kein Handelsschiff in die Hände der Piraten gefallen.

Das Einsatzgebiet der Operation Atalanta umfasst den See- und Luftraum im Golf von Aden sowie einen Teil des Indischen Ozeans und des Arabischen Meeres. Es hat die zwanzigfache Größe Deutschlands.

Der Hauptauftrag ist der Schutz der Schiffe des Welternährungsprogrammes und der Mission der Afrikanischen Union in Somalia. Die Verhinderung von Akten der Piraterie sowie das Aufgreifen, Festhalten und Überstellen von der Piraterie verdächtigen Personen ist ein weiterer Kernpunkt des Einsatzes. Zusätzlich werden die Fischereiaktivitäten vor der Küste Somalias überwacht.

Im Einklang mit den Bestimmungen des Völkerrechts hat der Bundestag erstmals am 19. Dezember 2008 einer deutschen Beteiligung an der EU-Operation Atalanta zugestimmt. Letztmalig wurde das Mandat am 22. Mai 2014 um ein weiteres Jahr bis zum 31.Mai 2015 verlängert. Deutschland kann sich am Horn von Afrika mit bis zu 1200 Soldatinnen und Soldaten am Kampf gegen die Piraterie beteiligen.

Seit Beginn der EU-Operation ist die Deutsche Marine mit mindestens einer Fregatte oder einem Einsatzgruppenversorger im Operationsgebiet vertreten. Unterstützt werden die Besatzungen während ihres Einsatzes von einem Rechtsberater, Feldjäger, Übersetzer und einer erweiterten Facharztgruppe. Darüber hinaus gehören auch Bordhubschrauber, ein Aufklärungsflugzeug und ein Boardingteam zur Überprüfung von kleineren Schiffen zum deutschen Einsatzkontingent.

Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine (ots)

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