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"Fliegendes Auge" startet erneut Richtung Afrika

Archivmeldung vom 06.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
P-3C
P-3C

Bild: Marine

Am Dienstag, den 10. März 2020, startet ein deutscher Seefernaufklärer P-3C "Orion" Richtung Dschibuti am Horn von Afrika. Bis Mitte Juni werden rund 70 Soldaten des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin" Teil der EU-geführten Mission "Atalanta" sein.

P-3C auf dem Rollfeld.
P-3C auf dem Rollfeld.

Bild: Marine

Die deutschen Marineflieger tragen bereits seit 2008 einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Piraterie und zur Sicherheit der Schifffahrtswege am Horn von Afrika bei. Der Kontingentführer, Fregattenkapitän Michael Buchert, verlegte bereits eine Woche zuvor mit dem Vorkommando Richtung Süden. Sie treffen alle Vorbereitungen, damit die Einsatzflüge schnellstmöglich starten können.

Der Kontingentführer fasst die Wichtigkeit des Einsatzes zusammen: "Wir Marineflieger stellen mittlerweile das 30. Kontingent dieses äußerst erfolgreichen Einsatzes. In enger Kooperation mit weiteren Bündnispartnern leisten wir unseren Beitrag zur Sicherheit der Schifffahrt auf einer der meistbefahrenen Handelsrouten der Erde. Auch unter den extremen klimatischen Bedingungen am Horn von Afrika stellen wir sicher, dass das Luftfahrzeug und seine Besatzung für die Einsatzflüge optimal vorbereitet ist und den Auftrag erfüllen können."

Die "Orion" ist in der Lage, mit ihrem Radar die Schiffe im Einsatzgebiet aufzufassen und kann somit ein aktuelles Lagebild an die Kriegsschiffe im Seegebiet weitergeben. Im Schnitt wird der Seefernaufklärer, mit dem Spitznamen "Jester", alle zwei Tage seine Triebwerke anwerfen. Die Einsatzflüge dauern etwa acht Stunden, indem der Golf von Aden sowie die angrenzenden Gewässer des Indischen Ozeans überwacht werden. Dabei befinden sich die deutschen sowie spanischen Besatzungen in einer ständigen Rotation, um eine durchgehende Seeraumüberwachung zu gewährleisten.

Der Seefernaufklärer P-3C Orion ist als "Fliegendes Auge" mit hochmoderner Sensorik ausgerüstet und eine unverzichtbare Ergänzung zur Aufklärungsfähigkeit im Einsatzgebiet am Horn von Afrika, welches etwa die eineinhalbfache Größe von Europa aufweist. Der eigentliche wichtige Hauptsensor (das "Auge") ist das elektrooptische Kamerasystem. Mit Hilfe dieses Hilfsmittels können gestochen scharfe Bilder und Videos aus weiter Entfernung gemacht werden. Diese spielen bei der Aufklärung von bekannten Piratencamps eine wichtige Rolle.

Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine (ots)

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