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US-Firmen verlagern 1,5 Bio. Dollar in Steueroasen

Archivmeldung vom 13.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Katharina Wieland Müller, pixelio.de
Bild: Katharina Wieland Müller, pixelio.de

Einer neuen Studie der Entwicklungsorganisation Oxfam zufolge haben die 50 größten US-Konzerne 2015 mehr als eineinhalb Bio. Dollar in Steueroasen verschoben. Auch wenn die Praktiken zur effizienten Steueroptimierung beziehungsweise -vermeidung großteils legal sind, bleibt ein fader Beigeschmack. Die Finanzexperten der Organisation warnen zumindest vor noch größeren Schlupflöchern und fordern die Politik zum Gegensteuern auf.

Für die Analyse hat Oxfam gemeinsam mit Wirtschaftsforschern vom Institute for Taxation and Economic Policy Steuererklärungen und andere öffentlich zugängliche Berichte der Unternehmen ausgewertet. Über ein clever konstruiertes Netzwerk von 1.751 Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen konnten die Beträge demnach entsprechend verbucht werden. Laut Oxfam entspricht der Wert von 2015 gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 200 Mrd. Dollar.

Mithilfe der Finanzstrukturen sollen die Konzerne statt des gesetzlich vorgeschriebenen US-Steuersatzes von 35 Prozent im Schnitt nur 25,9 Prozent gezahlt haben. Andere Analysen kommen zu noch niedrigeren Werten. Auch werden die Bestrebungen der Unternehmen um politische Einflussnahme sukzessive größer. Zwischen 2009 und 2015 hätten die analysierten Firmen 2,5 Mrd. Dollar für Lobby-Arbeit in Richtung US-Regierung gezahlt. Hiervon sollen 325 Mio. für Steuerfragen aufgewendet worden sein.

Quelle: www.pressetext.com/Florian Fügemann

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