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Dalai Lama sieht reiche Länder und Flüchtlinge gleichermaßen in der Pflicht

Archivmeldung vom 15.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama (2015)
Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama (2015)

Foto: Martin Kraft
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Dalai Lama sieht kein ständiges Bleiberecht für Flüchtlinge in ihren Aufnahmeländern. "Auf lange Sicht sollten die Flüchtlinge wieder zurückkehren und ihre Heimat aufbauen", sagte das geistliche Oberhaupt der Tibeter im Interview mit dem Bremer "Kurier am Sonntag".

Allerdings betonte er die moralische Pflicht der reichen Länder, Flüchtlingen zu helfen und ihnen Unterkunft und Bildung anzubieten. Vorteile sieht er für beide Seiten: Die junge Flüchtlingsgeneration könne in den Industrieländern Berufe und neue Technologien lernen, während zum Beispiel die USA oder Deutschland ganz konkrete Entwicklungshilfe leisten könnten. Den US-Präsidenten Donald Trump forderte der Dalai Lama auf, "mehr nachzudenken über das, was für die ganze Welt relevant ist". Bei Klimaerwärmung oder globalisierter Wirtschaft gebe es keine nationalen und religiösen Grenzen. Es sei die Zeit gekommen zu verstehen, "dass wir eine Menschheit auf einem Planeten sind. Ob wir es wollen oder nicht: Wir müssen miteinander leben".

Quelle: Kurier am Sonntag (ots)

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