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Horn warnt vor Insolvenz von EU-Staaten

Archivmeldung vom 05.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Gustav Horn Bild: www.gustav-horn.de
Gustav Horn Bild: www.gustav-horn.de

Der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Gustav Horn, hat sich skeptisch über eine von der Bundesregierung angeregte Insolvenz von EU-Staaten geäußert. "Gerade in einem gemeinsamen Währungsraum ist eine Insolvenz problematisch, weil akute Ansteckungsgefahr besteht", sagte Horn der "Saarbrücker Zeitung".

Wenn es Verfehlungen nur eines einzelnen Landes gäbe, dann ließe sich das Problem mit einer geordneten Insolvenz eindämmen, erläuterte Horn. "Aber bei einer globalen Krise, mit der sich auch der Euro-Raum infiziert hat, darf man ein Land nicht pleite gehen lassen". Eine Insolvenz sei hier ein zahnloser Tiger, weil auch andere Staaten in den Abwärtsstrudel gerissen würden.

Zudem sei die Situation vieler Banken weiter prekär, weil sie noch genug damit zu tun hätten, die Abschreibungen im Zuge der allgemeinen Finanzkrise zu verdauen. "Käme nun noch eine staatliche Insolvenz hinzu, dann erhöht sich der Abschreibungsbedarf, was die Probleme noch verschärft", warnte Horn. 

Quelle: Saarbrücker Zeitung

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