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Mafia-Experte warnt: Deutschland ist ein attraktiver Standort

Archivmeldung vom 11.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Lobbyisten: "Nur damit rein zufällig das passiert, was ich will"
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Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Der Vorsitzender des Vereins "Mafia? Nein, Danke!", Sandro Mattioli, hat davor gewarnt, dass die Behörden die Gefahr, die von der ’Ndrangheta in Deutschland ausgeht, unterschätzen. Ein Grund sei, dass aktuell ein Schwerpunkt auf die Bekämpfung des islamistischen Terrorismus gelegt werde, weil der öffentliche Druck hier größer sei, sagte Mattioli der "Heilbronner Stimme".

Deutschland sei für die Mafia ein attraktiver Standort. Das habe viele Gründe. "Es gibt löchrige Gesetze und schon ein breites Netz, an das man leicht andocken kann. Dazu kommt die sehr gute Wirtschaftslage", so der Journalist und Autor. "Die Behörden gehen derzeit von mehr als 500 Mafia-Angehörigen in Deutschland aus", sagte Mattioli. Er selbst schätze die Zahl auf bis zu 1.500. Dass die Mafia in Deutschland mit der Razzia von Dienstag entscheidend geschwächt wurde, glaubt er nicht. "Für den Farao-Marincola-Clans, der wohl am stärksten betroffen war, ist es sicherlich ein schwerer Schlag. Aber die `Ndrangheta besteht aus sehr vielen Clans", sagte Mattioli weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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