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Magazin: Einladung von Putin bringt Merkel in Bedrängnis

Archivmeldung vom 06.02.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.02.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Parade zum "Tag des Sieges" am 9. Mai 2010 vor dem Kreml
Parade zum "Tag des Sieges" am 9. Mai 2010 vor dem Kreml

Foto: Kremlin.ru
Lizenz: CC BY 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu den Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag des Kriegsendes in Europa eingeladen hatte, bringt die Kanzlerin laut eines "Spiegel"-Berichts in Bedrängnis. Die Parade zum "Tag des Sieges" findet am 9. Mai in Moskau statt. Die Einladung erfolgte schon im vergangenen Sommer – und bringt Berlin nun in Schwierigkeiten. Die baltischen Staaten haben bereits abgesagt. Auch Polens Präsident Bronislaw Komorowski will nicht nach Moskau fahren.

Angesichts des Konflikts in der Ukraine hat der polnische Außenminister Grzegorz Schetyna den europäischen Staats- und Regierungschefs nahegelegt, der Feier in Moskau fernzubleiben. Polen streitet mit Russland schon länger über dessen Verdienst am Sieg über Nazi-Deutschland.

Komorowski hat eine eigene Veranstaltung zum "Tag des Sieges" für den 8. Mai auf der Westerplatte bei Danzig vorgeschlagen: Mit dem deutschen Beschuss der Halbinsel begann 1939 der Zweite Weltkrieg. Moskau hat den Vorschlag scharf kritisiert. Er wundere sich, dass Polen einen Tag des Sieges ausrichten wolle, obwohl es doch keinerlei Siege errungen habe, sagte der Chef der Kreml-Verwaltung, Sergej Iwanow. Die unterschiedlichen Gedenkdaten (8. und 9. Mai) gehen auf eine Panne bei der Übermittlung des Textes der "Kapitulationserklärung" 1945 zurück. Die Wehrmacht unterzeichnete das Dokument erst am 9. Mai, obwohl die Kapitulation am 8. Mai um 23.01 Uhr in Kraft trat – was nach Moskauer Zeit wiederum dem 9. Mai entsprach.

Weder bei Merkel noch bei Bundespräsident Joachim Gauck ist bisher eine Einladung aus Polen eingetroffen. Gauck ist für den 8. Mai bereits verplant: Er will eine Kriegsgräberstätte in Brandenburg besuchen und dort der gefallenen sowjetischen Soldaten gedenken. Merkel könnte allerdings erst nach Danzig und dann nach Moskau fliegen. Sie hat schon 2010 an der Moskauer Siegesfeier teilgenommen. Damals war die Veranstaltung unumstritten. Ob Merkel jetzt die Einladung annimmt, hält das Kanzleramt geheim.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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