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Spanien fordert EU-Investitionen gegen Corona-Folgen

Archivmeldung vom 18.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Flickr.com/mojitopt/cc-by-nc-sa 3.0  - STIMME RUSSLANDS
Bild: Flickr.com/mojitopt/cc-by-nc-sa 3.0 - STIMME RUSSLANDS

Im Streit über Corona-Bonds beharrt Spanien darauf, dass die EU gemeinsam Schulden aufnimmt, um damit die wirtschaftliche Erholung nach der Gesundheitskrise zu finanzieren. "Niemand verlangt, dass Deutschland die Schulden Spaniens oder Italiens übernimmt", sagte die spanische Außenministerin Arancha Gonzalez Laya der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Sie lobte die erste Reaktion der EU, die aber noch nicht ausreiche. Jetzt sei eine gemeinsame, zeitliche befristete Investition der EU-Partner für die Zeit nach dem Coronavirus wichtig, in der die schlimmste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg drohe. "Wenn wir nicht gemeinsam handeln, laufen wir Gefahr, uns in ein Anhängsel anderer zu verwandeln, statt eine Kraft zu sein, die politisches Gewicht in der Welt hat", sagte die Außenministerin über die EU, die ehrgeizig und verantwortungsvoll sein müsse.

"Wir brauchen Führung, besonders aus Deutschland, aber auch von den anderen EU-Mitgliedern", sagte Arancha Gonzalez Laya. Die Außenministerin gestand ein, dass Spanien wie andere Länder zunächst das Virus unterschätzt habe. Die Überlastung des spanischen Gesundheitssystems führte sie auch auf Kürzungen nach der Finanzkrise im Jahr 2008 zurück. Spanien habe danach seine Verschuldung deutlich reduziert und sein Sozialsystem reformiert, entgegnete sie auf die jüngsten Vorwürfe, Südeuropa habe in den vergangenen Jahren nicht genug getan, um krisenfest zu werden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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