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Syriens Präsident fordert neue Anti-Terror-Strategie des Westens

Archivmeldung vom 21.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Baschar Hafiz al-Assad Bild: Ricardo Stuckert/ABr / de.wikipedia.org
Baschar Hafiz al-Assad Bild: Ricardo Stuckert/ABr / de.wikipedia.org

Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus hat der syrische Präsident Baschar al-Assad eine neue Strategie des Westens gefordert. Die terroristische Bedrohung sei "heute stärker" als vor den Anschlägen in den USA am 11. September 2001, gab der syrische Staatschef in einem Interview der "Bild-Zeitung" zu bedenken. Assad warnte die westlichen Staaten vor der Annahme, das Problem des Terrorismus mit militärischen Mitteln lösen zu können: Kriege wie in Afghanistan und im Irak "schaffen immer nur noch mehr Terror". Kein Krieg könne den Westen beschützen.

"Können Sie es sich wirklich leisten, an allen Flughäfen Soldaten zu stationieren, die in Alarmbereitschaft auf den nächsten Terroranschlag warten?", fragte der syrische Präsident. Assad rief den Westen weiterhin dazu auf, dem Terrorismus vor allem mit wirtschaftlicher Aufbauhilfe den Nährboden zu entziehen: "Was den Westen wirklich beschützen kann, ist ausgewogene Politik, Wirtschaftswachstum. Wie können wir anderen Menschen bei Entwicklung, Ausbildung, Kultur helfen? So können wir mit dem Terror fertig werden, vielleicht auch noch durch den Austausch von Geheimdiensterkenntnissen, aber sicher nicht durch Kriege."

Zudem äußerte der syrische Präsident Verständnis für die Motive von Selbstmordattentätern. Assad wörtlich: "Es gibt zwei Seiten. Die eine Seite hat Raketen und Flugzeuge, aus denen sie Bomben abwirft. Die andere Seite hat all das nicht, will aber trotzdem kämpfen. Dieser Mensch kann also nur seinen Körper einsetzen. Das ist der Grund, aus dem Menschen sich in die Luft sprengen." Einigen Selbstmordattentätern gehe es nicht einmal um eine islamistische Ideologie. Sie handelten "einzig und allein aus Verzweiflung". Um Selbstmordattentate zu beenden, müsste man "dieser Verzweiflung ein Ende setzen". Dies könne gelingen, "indem man den Menschen ihre Rechte gewährt oder ihnen zumindest die Hoffnung gibt, dass sie eines Tages zu ihrem Recht kommen werden. Das ist die Lösung."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

 

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