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Ernährungskrise in Burkina Faso: 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt

Archivmeldung vom 13.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Die direkte Folge von Sanktionen: Bestrafung derer, die es am schwersten haben. (Symbolbild)
Die direkte Folge von Sanktionen: Bestrafung derer, die es am schwersten haben. (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Terror, Vertreibung und der Klimawandel mit seinen Wetterextremen haben in Burkina Faso zu einer Ernährungskrise geführt, die vor allem kleinere Kinder schwer trifft. 1,5 Millionen Mädchen und Jungen unter fünf Jahren sind mangelernährt, das entspricht einem Drittel der Kinder in dieser Altersgruppe, warnt Save the Children.

Die Kinderrechtsorganisation setzt sich dafür ein, dass die spezifischen Ernährungsbedürfnisse von Kindern bei Hilfsmaßnahmen stärker berücksichtigt werden. In dem westafrikanischen Land, das sich seit 2014 im politischen Umbruch befindet, haben fast 13 Millionen der rund 20 Millionen Einwohner zu wenig zu essen oder ernähren sich unausgewogen - fast die Hälfte der Betroffenen sind Kinder. Mangelernährung im Kindesalter kann lebenslange Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

"Wir müssen uns um die mangelernährten Kinder kümmern, denn ihre Gesundheit, ihre Zukunft und manchmal sogar ihr Leben sind in Gefahr", betont Eric Hazard, Interims-Länderdirektor von Save the Children in Burkina Faso. "Die Unsicherheit im Land und die Auswirkungen des Klimawandels verschärfen das Problem der Mangelernährung. Hunderttausende Menschen sind gezwungen, in andere Gemeinden zu ziehen, um bei Gastfamilien zu leben, die selbst schon unter schwierigen Bedingungen leben. Es gibt nicht ausreichend Lebensmittel und vor allem nicht genug nahrhaftes Essen für Kinder."

Angriffe bewaffneter Gruppen haben Burkina Faso in den vergangenen Jahren immer wieder erschüttert. Mehr als 1,1 Millionen Menschen wurden vertrieben, 60% von ihnen sind Kinder. Viele Familien können aufgrund der unsicheren Lage in den ländlichen Gebieten ihre Felder nicht bestellen oder ihre Tiere nicht halten. Aus Angst, angegriffen oder von bewaffneten Gruppen rekrutiert zu werden, gehen viele Jugendliche und Männer nicht arbeiten. Zahlreiche Haushalte sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Jedoch fehlt es den Hilfsorganisationen an Geld, um alle Bedürftigen zu erreichen. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden für die humanitäre Hilfe in Burkina Faso rund 600 Millionen US-Dollar benötigt. In den ersten drei Monaten des Jahres 2021 waren jedoch nur 3,7 % des finanziellen Bedarfs gedeckt. Covid-19 hat die ohnehin schon angespannte Situation noch verschlimmert.

Save the Children fordert die burkinische Regierung und die internationale Gemeinschaft auf, nicht in ihren Bemühungen nachzulassen, den Kindern in Burkina Faso ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen. Die Kinderrechtsorganisation fordert, dass in der humanitären Hilfe die spezifischen Ernährungsbedürfnisse von Kindern berücksichtigt werden, damit kein Kind unter fünf Jahren an vermeidbaren Ursachen stirbt. "Die Unterernährung der Kinder hat große Auswirkungen auf das ganze Land", sagt Eric Hazard. "Es geht um die zukünftige Generation. Deshalb muss jetzt gehandelt werden."

Quelle: Save the Children Deutschland e.V. (ots)

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