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Irische Zentralbank nimmt Griechenland gegen Vorwürfe in Schutz

Archivmeldung vom 25.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Flagge von Griechenland
Flagge von Griechenland

Das hoch verschuldete Griechenland, das um seinen Verbleib in der Euro-Zone kämpft, hat laut der irischen Zentralbank von allen europäischen Krisenländern die ehrgeizigsten Sparprogramme beschlossen. Die Ökonomin Laura Weymes von der Central Bank of Ireland sagte der Zeitung "Welt am Sonntag", das Konsolidierungsvolumen Griechenlands belaufe sich bis Ende 2014 auf 38,5 Prozent einer Jahreswirtschaftsleistung, rechne man das jüngst angekündigte zusätzliche Sparvolumen von 11,5 Milliarden Euro mit ein.

"Das ist bei weitem das ehrgeizigste Ziel von allen Ländern, die unter einem EU-Hilfsprogramm sind", sagte sie der Zeitung. Weymes hat für eine Studie die Sparprogramme der Krisenländer, darunter Irlands, untersucht, und kommt zu dem Ergebnis, dass Griechenland nicht nur bei den angekündigten, sondern auch bei den bislang umgesetzten Spar- und Reformprogrammen an der Spitze liegt. Bis Ende 2011 hatte Athen schon 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gespart. Dennoch steigt die Verschuldung Griechenlands weiter. Das liege auch an der schweren Rezession und nicht an zu wenig ehrgeizigen Reformen, sagte die die Ökonomin der Zeitung: "Die Verschuldungsdynamik lässt sich mit Fiskalpolitik alleine nicht mehr aufhalten."

Der Chef der CSU-Europagruppe, Markus Ferber, der den griechischen Premier Antons Samaras in dieser Woche in Athen getroffen hatte, nahm Samaras vor Vorwürfen auch aus der CSU in Schutz, Griechenlands Regierung reformiere nicht entschieden genug. "Heute meint Samaras es ernst", sagte Ferber der "Welt am Sonntag". "Er setzt endlich Recht durch - es geht heute nicht mehr, dass Sie dem Steuerprüfer zwei Ouzo spendieren und er zieht wieder ab", sagte Ferber.

Er forderte, wie Samaras, ein Ende der Spekulationen über einen bevorstehenden Austritt: "Das Gerede muss aufhören, dass Griechenland raus müsse aus der Euro-Zone", sagte Ferber.Griechenland sei auf Investitionen aus dem Ausland angewiesen, um aus der Rezession zu kommen. Aber: "Wer investiert denn, wenn er darauf spekulieren kann, in einem halben Jahr in Drachmen bezahlen zu können und alles für die Hälfte bekommt?", sagte Ferber der Zeitung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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