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Maschinenbauer Singulus plant Übernahmen

Archivmeldung vom 05.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Die Singulus Technologies AG ist ein an der Frankfurter Börse gelistetes deutsches Maschinenbauunternehmen mit Hauptsitz in Kahl am Main.
Die Singulus Technologies AG ist ein an der Frankfurter Börse gelistetes deutsches Maschinenbauunternehmen mit Hauptsitz in Kahl am Main.

Der Spezialmaschinenbauer Singulus denkt über Zukäufe nach. "Wir prüfen derzeit ganz konkret einige Optionen", sagte Vorstandschef Stefan Rinck der "Welt am Sonntag". Das jeweilige Unternehmen müsse aber zur strategischen Ausrichtung von Singulus passen. Dazu gehöre das Thema Nass-Chemie, aber auch Vakuum-Beschichtungen oder thermische Oberflächenprozesse. "Es geht uns um sinnvolle Ergänzungen", sagte Rinck. "Singulus ist Spezialist für Oberflächenbeschichtungen. Und in diesem Bereich gibt es noch viele Anwendungsfelder, in denen wir mit Abwandlungen unserer Maschinen tätig werden können."

Denkbar seien zum Beispiel Themen wie Leuchtdioden, Displays oder die Beschichtung von Kunststoffen für die Automobilindustrie. Geld für eine Übernahme sei trotz des Vorjahresverlusts von fast 61 Millionen Euro vorhanden. "Wir haben 2012 eine Anleihe begeben, genau für solche Fälle. Und die ist noch nicht ganz ausgeschöpft. 50 Millionen Euro stehen sicherlich noch zur Verfügung."

Derzeit ist Singulus in drei Geschäftsfeldern tätig. Die Unterfranken stellen Anlagen zur Produktion von Solarzellen, Halbleitern und optischen Speichermedien wie CDs, DVDs und Blu-rays her. In den vergangenen Monaten hatten alle drei Bereiche geschwächelt, mittlerweile sieht Rinck das Geschäft aber wieder auf dem Vormarsch. Sämtliche Blu-ray-Maschinen etwa seien ausverkauft. "Neue Anlagen können wir erst wieder Anfang 2014 ausliefern." Gleichzeitig sieht Rinck erste Aufwärtstendenzen im Solar-Geschäft. "Die Krise war heftig. Die Branche sitzt noch immer im tiefen Tal. Aber wir erkennen mittlerweile Licht am Ende des Tunnels. Ab Mitte 2014 könnte es wieder richtig aufwärts gehen für die Branche."

Singulus habe jüngst in China einen Vertrag über 20 Millionen Euro abgeschlossen. Darüber hinaus bewerbe sich das Unternehmen um einen Auftrag für eine Fabrik für Dünnschicht-Solarzellen in Südafrika. "Beides sind Märkte, wie im Übrigen auch Australien, Indien oder Brasilien, in denen künftig das Wachstum im Solarbereich stattfinden wird. Deutschland spielt dann nur noch eine untergeordnete Rolle."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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