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Präsident des Bundesamtes für Flüchtlinge fordert mehr Personal

Archivmeldung vom 06.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) / pixelio.de
Bild: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) / pixelio.de

Angesichts der weiter zunehmenden Flüchtlingszahlen hat der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Manfred Schmidt, mehr Personal für seine Behörde gefordert. In diesem Jahre rechne er mit 200.000 Asylanträgen, sagte Schmidt der "Frankfurter Rundschau". Nächstes Jahr dürften es nicht weniger werden.

Er plädierte dafür, Serbien, Mazedonien und Bosnien als sichere Herkunftsländer einzustufen. Dann könnten diese Verfahren, die gegenwärtig ein Viertel aller Anträge ausmachten, schneller entschieden werden. Das würde das Amt sehr entlasten, sagte Schmidt. Wichtig wäre auch, abgelehnte Asylbewerber schneller abzuschieben.

Von 22.000 Flüchtlingen, für die andere EU-Länder zuständig waren, seien im vergangenen Jahr nur 4.000 tatsächlich überstellt worden.

Darüber hinaus sprach Schmidt sich dafür aus, die europäischen Länder mehr über legale Zugangswege nach Europa informieren. Im deutschen Aufenthaltsrecht gebe es zum Beispiel die Möglichkeit, für sechs Monate in Deutschland Arbeit zu suchen, sagte Schmidt der "Frankfurter Rundschau". Auch das Auswärtige Amt vergebe Visa zur Arbeitsplatzsuche. "Wüssten mehr Menschen von den legalen Möglichkeiten der Einwanderung, müssten nicht so viele die Hilfe von Schleusern annehmen", sagte Schmidt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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