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Zypries fürchtet Gefahren für deutsche Wirtschaft durch neue US-Regierung

Archivmeldung vom 01.02.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.02.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Brigitte Zypries Bild: NEXTConf, on Flickr CC BY-SA 2.0
Brigitte Zypries Bild: NEXTConf, on Flickr CC BY-SA 2.0

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) sieht durch die neue US-Regierung Gefahren auf die deutsche Wirtschaft zukommen: "Was wir seit zehn Tagen erleben, ist alarmierend und irritierend. Das geht in eine völlig falsche Richtung", sagte Zypries der "Bild". Zwar hätten die USA nur zehn Prozent Anteil am Export deutscher Unternehmen, Europa dagegen 60 Prozent, so Zypries: "Dennoch wäre eine Abschottung schlecht für die deutsche Wirtschaft und damit auch für Arbeitsplätze."

Auf die Frage nach der angemessenen Reaktion der Bundesregierung sagte die SPD-Politikerin: "Wir müssen reden, reden, reden! Eine solche Abschottung, wie sie Donald Trump offenbar anstrebt, schadet allen, auch der amerikanischen Wirtschaft. Manches, was Herr Trump ankündigt, ist mit den Grundsätzen der Welthandelsorganisation WTO nicht vereinbar." Eine "abschottende Wirtschaftspolitik" werde "auch die Menschen in den USA negativ treffen, denn die US-Wirtschaft ist auf hochwertige Zulieferung angewiesen".

Den Vorwurf des neuen US-Präsidenten, im transatlantischen Handel gehe es nicht fair zu, wies die Ministerin zurück: "Mit dieser Sicht geht er einfach von falschen Fakten aus. Beispiel: Trump hat im Interview mit `Bild` beklagt, dass in Deutschland nur wenige Autos der Marke Chevrolet fahren. Stimmt. Aber der Grund? Nachdem 2012 nur noch 752 Autos dieser Marke bei uns verkauft wurden, hat Chevrolet den Vertrieb in Deutschland eingestellt." Zudem habe "die deutsche Autoindustrie ihre Produktion in den USA in den letzten sieben Jahren vervierfacht".

Zum umstrittenen Trump-Erlass, Bürgern aus sieben muslimisch geprägten Staaten die Einreise in die USA zu verweigern, sagte Zypries: "In einer global vernetzten Wirtschaft darf es solche Diskriminierungen nach Religion oder Herkunft nicht geben. Wir sind an der Seite der Beschäftigten und erwarten, dass sie ihrer Tätigkeit ungehindert nachgehen können. Man kann nur hoffen, dass die US-Regierung diesen Fehler schnell erkennt und korrigiert."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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