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Strässer drängt auf Ende der weiblichen Genitalverstümmelung

Archivmeldung vom 06.02.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.02.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Christoph Strässer in der Reichstagskuppel
Christoph Strässer in der Reichstagskuppel

Foto: J. Sturm
Lizenz: CC-by-sa 2.0/de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Christoph Strässer, drängt auf ein Ende der weichlichen Genitalverstümmelung. Diese "ist und bleibt eine schwere Menschenrechtsverletzung", erklärte Strässer am Freitag. "Laut Unicef leben 130 Millionen Mädchen und Frauen mit den Folgen des Eingriffs. Wenn der rückläufige Trend anhält, werden bis 2050 noch weitere 63 Millionen Mädchen verstümmelt werden." Das zeige, dass Anstrengungen gegen diese Praxis vervielfacht werden müssten.

Besonders erschüttert zeigte Strässer sich darüber, dass ausgebildete Ärzte den Eingriff vornehmen. "Ich verurteile dies auf Schärfste, denn klar ist, dass auch eine Verstümmelung unter ärztlicher Aufsicht eine Gewalttat ist." Keine Tradition und keine Kultur könne diese Praxis rechtfertigen. "Deshalb sage ich denen, die es weiterhin tun: Lasst es sein! Und ich sage den Staaten, die es weiterhin tolerieren: Unterbindet es!"

Dem Auswärtigen Amt zufolge wird die weibliche Genitalverstümmelung in 28 Ländern Afrikas, aber auch im Süden der Arabischen Halbinsel und in einigen Ländern Asiens praktiziert. Infolge von Migration sei diese Praxis inzwischen auch in Europa und Nordamerika verbreitet.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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