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Kretschmann begrüßt Corona-Hilfsmaßnahmen für EU-Staaten

Archivmeldung vom 11.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Zahlmeister Deutschland: Ein Deuerschuldner zur ganzen Welt? (Symbolbild)
Zahlmeister Deutschland: Ein Deuerschuldner zur ganzen Welt? (Symbolbild)

Bild: Horek / Eigenes Werk

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) begrüßt Hilfsmaßnahmen für EU-Staaten wie Spanien und Italien. "Anderen europäischen Staaten in der Coronakrise beizustehen ist nicht nur ein Akt der Solidarität. Das ist auch wohlverstandenes Eigeninteresse", sagte Kretschmann dem "Spiegel".

Gerade Baden-Württemberg sei als eine der exportstärksten Regionen Europas auf diese Staaten angewiesen. "Wenn Länder wie Spanien und Italien, mit denen wir intensiven Handel treiben, von allein nicht auf die Beine kommen, dann trifft das auch uns", so der Grünen-Politiker weiter.

Es komme nun darauf an, sich gegenseitig zu helfen: "Sonst ist Solidarität ein leeres Wort", so der baden-württembergische Ministerpräsident. Dass den Grünen im Bund derzeit nur die Rolle am politischen Spielfeldrand bleibt, sieht er gelassen: "Krisenzeiten sind Zeiten der Exekutive", sagte Kretschmann. Das sei nicht einfach nur ein dummer Spruch. "Die Bundes-Grünen machen genau das Richtige, indem sie mit der Regierung kooperieren", so der baden-württembergische Ministerpräsident weiter. Wenn die Krise vorbei sei, seien "wieder alle voll gefragt, auch die Opposition".

Die Klimakrise bleibe auch weiterhin ein großes Problem: "Die können wir auch nicht einfach wegimpfen. Insofern müssen wir leider davon ausgehen, dass unser grünes Kernthema nicht verloren geht", so der Grünen-Politiker. Zu seiner persönlichen Strategie im Umgang mit der Coronakrise sagte er: "Man muss Krisen annehmen und darf nicht mit ihnen hadern. Das blockiert die eigene Kreativität. Man sollte sich nicht dauernd darüber ärgern, dass man so ein Zeug an der Backe hat."

Dem Katholiken Kretschmann hilft in dieser Zeit auch seine Religion: "Mein Glaube bedeutet Zuversicht. Als Politiker hat man auch Angst vor dem Scheitern. Wenn ich in so einer Krise versage, weil ich schwere Fehler mache, scheitere ich als Politiker, aber noch lange nicht als Mensch vor Gott." Zum Verbot von Gottesdiensten sagte der baden-württembergische Ministerpräsident, dies sei rund um Ostern ein tiefgreifender Einschnitt. "Deshalb haben wir das intensiv mit allen Betroffenen besprochen. Das ist keine Basta-Politik. Wir haben das im Dialog mit den Kirchen und allen anderen Religionsgemeinschaften umgesetzt", sagte Kretschmann dem "Spiegel".

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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