Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Weltgeschehen Merkel schließt Brexit-Aufschub nicht aus

Merkel schließt Brexit-Aufschub nicht aus

Archivmeldung vom 21.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Theresa May, Angela Merkel und Emmanuel Macron (2017)
Theresa May, Angela Merkel und Emmanuel Macron (2017)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schließt eine Verschiebung des Brexit-Termins nicht aus. Über die Bitte der Briten um eine Verschiebung des Austrittsdatums auf den 30. Juni 2019 werde beim anstehenden EU-Gipfel intensiv diskutiert werden, sagte Merkel am Donnerstag im Bundestag in ihrer Regierungserklärung zum anstehenden Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs.

"Diesem Wunsch können wir im Grundsatz entsprechen, wenn wir in der nächsten Woche ein positives Votum zu den Austrittsdokumenten im britischen Parlament bekommen würden." Allerdings sei das konkrete Datum problematisch, da Ende Mai die Europawahlen stattfinden. Falls es aber kein positives Votum des britischen Unterhauses geben werde, sei unklar, ob es vor dem Austrittsdatum zu einem weiteren Treffen des Europäischen Rates kommen werde, fügte Merkel hinzu. Sie äußerte ihr Bedauern, dass es auch acht Tage vor dem Ausscheiden Großbritanniens keine klare Antwort darauf gebe, wie der Brexit genau vonstatten gehen solle.

"Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass wir eine geordnete Lösung des Austritts Großbritanniens brauchen", sagte die Bundeskanzlerin. Das sei nicht nur im Interesse der Briten sondern auch im Interesse Deutschlands und der restlichen EU. Merkel bekräftigte, dass man nach dem Brexit "enge und gute Beziehungen" mit Großbritannien anstrebe. "Das gilt für die Bereiche der Außen- und Sicherheitspolitik, wo wir die gute Zusammenarbeit in der NATO und den Vereinten Nationen auch künftig intensiv fortsetzen werden." Der zweitägige EU-Gipfel beginnt am Donnerstagnachmittag in Brüssel. Zunächst soll es im Format der EU-27 um den Brexit gehen. Am Donnerstagabend wollen die Staats- und Regierungschefs dann unter anderem über das Thema Auswärtige Beziehungen beraten. Am zweiten Gipfel-Tag soll es in Brüssel vor allem um Wirtschafts- und Finanzthemen gehen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Anzeige: