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Habeck: "Europa muss neue Allianzen schmieden"

Archivmeldung vom 23.07.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.07.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Freihandel zwischen der Europäischen Union und Japan (Symbolbild)
Freihandel zwischen der Europäischen Union und Japan (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Grünen-Chef Robert Habeck hat die Europäer dazu aufgerufen, neue Bündnispartner zu suchen. "Wir dürfen zwar die Hoffnung auf ein Amerika nach Donald Trump, in dem die transatlantischen Beziehungen wieder Kraft entfalten, nicht aufgeben", sagte Habeck den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Aber klar ist jetzt: Europa muss neue Allianzen schmieden, auch mit Asien." Europa müsse sich von dem Gedanken lösen, dass es "nur den einen richtigen Alliierten" gebe, betonte Habeck. "Anstelle der alten Lager sollte ein Bündnisgeflecht treten, das stark genug ist, neue Kriege zu unterbinden."

Wichtig sei dabei, dass "Europa geeint agiert", forderte der Parteichef. "Sonst spielen wir gar keine Rolle mehr. Auch Deutschland nicht." US-Präsident Trump, fügte er hinzu, habe "einen Plan: die Zerstörung der alten Ordnung". Im Handelskonflikt mit den USA könne China ein Partner sein, sagte Habeck. Die Europäer müssten "wehrhaft" sein in der Auseinandersetzung mit Trump und nach dem Motto verfahren: "Wer nicht hören kann, muss fühlen."

Deshalb sei es richtig, dass die EU mit höheren Importzöllen auf Jeans, Whiskey und Lebensmittel reagiert habe - auch wenn Trump jetzt Importzölle auf Autos verhänge. Zugleich warnte Habeck vor einer überstürzten Erhöhung der deutschen Verteidigungsausgaben, wie der US-Präsident dies fordert. "Vor der Frage des Wieviel muss das Wozu geklärt werden", sagte er. "Am Anfang muss eine strategische Analyse stehen, was die Aufgaben der Bundesbewehr und der europäischen Partner heute sind." Davon abhängig müsse man dann die Ausgaben bestimmen, nicht andersherum.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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