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Standard & Poor`s: Italien muss Wachstumsproblem entschiedener angehen

Archivmeldung vom 16.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Kurt F. Domnik  / pixelio.de
Bild: Kurt F. Domnik / pixelio.de

Die Ratingagentur Standard & Poor`s (S&P) hat die Reformbemühungen in Italien, der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone, kritisiert. "Italien hatte und hat primär kein Defizitproblem, sondern ein Wachstumsproblem. Aber wird das entschieden angegangen? Das kann man in Frage stellen", sagte Moritz Kraemer, Chef der Länderratings bei S&P, der "Welt".

"Aufgrund der wohlwollenden Kapitalmarktkonditionen kann sich Italien derzeit scheinbar eine langatmige Regierungskrise leisten. Aber Italiens Reformpolitik steht auf dem bröckeligen Fundament einer krisenmüden Gesellschaft", fügte er hinzu.

Kraemer pochte zudem allgemein auf entschiedene Reformen in Südeuropa, wenn die Staaten sich Hoffnungen auf eine Verbesserung ihrer Ratings machen wollten. Es gebe mit Irland nur ein Mitglied der ganzen Währungsunion, das einen positiven Ausblick habe. "Falls es gelingen sollte, die strukturelle Reformpolitik konsequent und mit Nachdruck umzusetzen, dann gibt es keinen zwingenden Grund, weshalb sich die Kreditwürdigkeit nicht auch in Italien, Spanien und Portugal wieder zum Besseren würde wenden können", so seine Einschätzung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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