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Lugansk kommentiert Kiews „Plan zur Deokkupation“ des Donbass

Archivmeldung vom 12.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Donetsk und die Volksrepublik Lugansk
Donetsk und die Volksrepublik Lugansk

Foto: Olegzima
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Sprecher der Volkswehr der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk Andrej Marotschko hat die Ausarbeitung des Plans zur Rückgewinnung des Donbass unter die Kontrolle der Ukraine als ein Zeichen dafür bezeichnet, dass Kiew die Minsker Abkommen nicht einhalten will. Dies meldet das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es auf der deutschen Webseite: "„Die verbrecherische ukrainische Staatsführung will die in Minsk übernommenen Verpflichtungen nicht erfüllen", sagte Marotschko. „Eine weitere Bestätigung dafür ist eine Äußerung des ukrainischen Innenminister Arsen Awakow. Er hat seine Behörde damit beauftragt, einen ‚Deokkupationsplan‘ für Donbass bis zum 1. September vorzubereiten, und sieht die gewaltsame Regelung des Konflikts als die Hauptoption".

Am 10. Mai habe Awakow eine Besprechung mit den Chefs der Zentralabteilungen des Innenministeriums abgehalten, fügte Marotschko hinzu. Bei dem Teil der Besprechung, der hinter verschlossenen Türen verlaufen sei, habe Awakow seine Unterstellten aufgefordert, „harte Methoden" zur Einschüchterung der Bevölkerung bei der gewaltsamen Wiederherstellung der Verfassungsordnung anzuwenden.

Am Donnerstag hatte Awakow geäußert, das ukrainische Innenministerium arbeite bereits an einem Plan zur Rückgewinnung des Donbass unter Kiews Kontrolle. Der Plan solle im Sommer fertig sein. Zuvor hatte der ukrainische Innenminister gesagt, dass Kiew die selbsterklärten Republiken stufenweise unter seine Kontrolle zurückbringen sollte, mit einer „Taktik der kleinen Schritte, denen alle applaudieren würden". Es sei unmöglich, das gesamte Territorium des Donbass auf einmal zu reintegrieren, sagte er.

Donezk meldet „große Verluste“ ukrainischer Armee

Circa neun ukrainische Kämpfer sind bei einem Durchbruchsversuch bei Gorlowka ums Leben gekommen, wie der Chef des Pressedienstes der selbsterklärten Volksrepublik Donezk (DNR) Daniil Besnossow gegenüber Journalisten äußerte.

„Gestern haben die ukrainischen Kämpfer versucht, ihre Stellungen in Richtung Gorlowka zu verbessern (…) Aber durch das Feuer unserer Einheiten mittels nicht verbotener Waffen wurden die Kämpfer gestoppt“, sagte Besnossow.

Ihm zufolge erlitten die ukrainischen Streitkräfte „große Verluste“. Sie sollen etwa neun Menschen verloren haben, fünf weitere seien dabei verletzt worden. Die selbsterklärte Volksrepublik Donezk hatte ihm zufolge zwei tote Militärs zu beklagen.

Besnossow betonte, dass die ukrainischen Kämpfer die Siedlung Tschigari in der sogenannten „grauen Zone“ (das Gebiet entlang oder nahe der Fronlinie im Donbass) besetzt hätten. Ihre Positionen gelten demnach als „taktisch ungünstig“, weil sie von den Höhen aus kontrolliert werden. Trotzdem wird das Kommando der ukrainischen Streitkräfte, so der Sprecher, diesen Vorfall für die PR und die Rechtfertigung seiner Verluste nutzen.

In Bezug auf das Vorgehen der Ukraine äußerte sich Besnossow:

„Das kann als Durchbruchsversuch unserer Positionen bezeichnet werden, um einen bestimmten Bezirk unter die Kontrolle zu bringen und einen Brückenkopf für eine weitere Besetzung zu schaffen.“

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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