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Katar sagt genaue Prüfung der Sklaverei-Vorwürfe zu

Archivmeldung vom 12.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Der Wüstenstaat Katar, Ausrichter der Fußball-Weltmeisterschaft 2022, hat eine genaue Aufarbeitung der Vorwürfe wegen Sklavenarbeit auf den Baustellen des Landes zugesagt. "Wir meinen das sehr ernst", sagte der neue katarische Außenminister Khalid bin Mohammed al-Attiyah dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe). "Wenn es Lücken im Gesetz gibt, werden wir sie schließen."

Das Land habe "jetzt eine der führenden Kanzleien der Welt beauftragt, das alles zu überprüfen, alle Mängel offenzulegen und uns aufzuzeigen, wie wir das Leben der betroffenen Arbeiter verbessern können", so al-Attiyah. Menschenrechtsgruppen und internationale Gewerkschaften werfen dem arabischen Land vor, dass auf WM-Baustellen Menschen ausgebeutet werden und sterben, teilweise wegen Mangels an Trinkwasser. Allein mindestens 44 nepalesische Arbeiter seien auf den Baustellen umgekommen, zumeist wegen Herzproblemen. Al-Attiyah sagte umfangreiche Prüfung und Konsequenzen zu: "Wenn die Einhaltung der Gesetze nicht reicht, werden wir dafür sorgen. Da sind wir sehr entschlossen."

Zugleich zeigte sich Katars Außenminister in seinem ersten Interview mit einem deutschen Medium offen für die Verschiebung der bisher für den Sommer 2022 geplanten Fußball-WM: "Wenn nun eine Verlegung in den Winter gewünscht wird – bitte sehr. Wir werden auch das schaffen und der Welt zeigen, wie wundervoll wir solche Spiele ausrichten können."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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