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Cordes kritisiert Sanktionsforderungen der USA gegen Russland

Archivmeldung vom 30.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Dr. Eckhard Cordes Bild: METRO AG
Dr. Eckhard Cordes Bild: METRO AG

Eckhard Cordes, der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, kritisiert die Sanktionsforderungen der USA gegenüber Russland. "Man muss sehen, wo die wirtschaftlichen Interessen liegen", sagte Cordes in einem Interview mit dem "Spiegel". Die USA exportierten 2013 für zehn Milliarden Euro nach Russland, Deutschland für 36 Milliarden, die EU für rund 120 Milliarden.

"Wenn ich nicht viel Geschäft mache in einem Land, dann fällt mir die Forderung nach Sanktionen leichter", sagte Cordes. Der ehemalige Daimler- und Metro-Manager ist generell skeptisch, dass Sanktionen Putin kompromissbereiter machen könnten. "Ich fürchte, sie könnten sogar kontraproduktiv sein und den Konflikt verhärten", sagte Cordes.

Die meisten Chefs deutscher Unternehmen sehen dies offenbar ebenso. Das ergab eine Umfrage, die der Ost-Ausschuss unter 150 großen deutschen Unternehmen gemacht hat, die in Russland aktiv sind. "Die weit überwiegende Zahl hält Wirtschaftssanktionen für nicht zielführend", sagte Cordes.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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