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Britischer Konzernchef warnt: Haushalte werden zunehmend von Energiearmut betroffen sein

Archivmeldung vom 24.05.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.05.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Stromausfall, Stromabstellen & Blackout (Symbolbild)
Stromausfall, Stromabstellen & Blackout (Symbolbild)

Bild: Michael Kopatz / pixelio.de

In Großbritannien haben immer mehr Haushalte Schwierigkeiten, die Energiekosten zu tragen. Laut E.ON-Chef Michael Lewis wird sich die Situation weiter verschlechtern. Von der britischen Regierung fordert Lewis ein schnelles und beherztes Eingreifen. Dies berichtet das Magazin "RT DE".

Weiter berichtet RT DE: "Rund 40 Prozent der britischen Familien werden in "Energiearmut" leben, wenn die Behörden des Landes keine Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise ergreifen. Darauf wies der Chef des Energieunternehmens E.ON Michael Lewis laut der Zeitung The Independent hin. Er sagte:

"Einige Menschen sind am Rande des Existenzminimums. Und das wird sich noch verschlimmern."

Lewis fügte hinzu, dass bereits ein Drittel der E.ON-Kunden ihre Ausgaben für Lebensmittel kürzen müssten. Er rief dazu auf, die Last auf die "breitesten Schultern" zu verteilen, wobei er keine Einzelheiten zu möglichen konkreten Maßnahmen der Regierung nannte. Der E.ON-Chef fügte hinzu:

"Das Wichtigste ist, dass die Regierung eingreift. Es liegt an der Regierung zu entscheiden, wie sie das finanziert."

Es werde erwartet, dass die jährliche Energiepreisobergrenze bereits im Herbst auf bis zu 3.000 Pfund (ca. 3.500 Euro) ansteigen wird, verglichen mit den 1.277 Pfund (ca. 1.500 Euro), die Familien vor April zahlten, so Lewis. Er sagte, dass eine Erhöhung der sogenannten Universal Credit-Zahlungen den Menschen mit den niedrigsten Einkommen helfen würde, die am meisten von der Krise betroffen sind.

Eine von Sky News Anfang der Woche veröffentlichte Umfrage von Ipsos UK ergab, dass 65 Prozent der Briten auf das Einschalten der Heizung verzichtet haben, um Geld zu sparen, und dass einer von vier Briten bereits Mahlzeiten ausgelassen hat.

Am Freitag räumte die Bank of England ein, dass sie nicht in der Lage sei, die Inflation im Land zu kontrollieren, die im April auf ein 40-Jahres-Hoch gestiegen ist. Der Chefvolkswirt der Regulierungsbehörde sagte, dass die Inflation im vierten Quartal des laufenden Jahres voraussichtlich auf 10,25 Prozent steigen und damit einen neuen Rekordwert erreichen werde.

Millionen von Haushalten im Vereinigten Königreich sind mit den Auswirkungen eines beispiellosen Anstiegs der Energiekosten konfrontiert. Die Erhöhung der Energiepreisobergrenze um 54 Prozent bedeutet, dass eine Familie, die eine typische Menge an Gas und Strom verbraucht, nun 1.971 Pfund (ca. 2.300 Euro) pro Jahr zahlen muss."

Quelle: RT DE

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