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Wehrexpertin - Über Eurofighter-Einsatz in Afghanistan nachdenken

Archivmeldung vom 20.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die FDP-Verteidigungspolitikerin Elke Hoff hat sich dafür ausgesprochen, über den Einsatz von deutschen Kampfflugzeugen in Afghanistan nachzudenken. Angesichts der immer härteren Kämpfe auch in Nordafghanistan mangele es der Bundeswehr dort an Hubschraubern, Infanterie und Luft-Unterstützung in Gefechten, sagte Hoff nach einer mehrtägigen Reise durch das Land dem Tagesspiegel.

Zwar könnten die deutschen Isaf-Soldaten bei Bedarf Luftunterstützung von den US-Truppen anfordern. "Die kommen ja auch", sagte Hoff, "aber nur, wenn gerade ein A-10-Kampfflugzeug frei ist und zufällig im Norden unterwegs." Für eine effektive Bekämpfung der Taliban müsse sich die Bundeswehr unabhängig machen. "Wir beschaffen für viel Geld gerade den Eurofighter", sagte Hoff. "Die können das theoretisch auch."

Hoff berichtete, inzwischen plädierten auch zivile Helfer für ein energisches militärisches Vorgehen gegen Taliban. "Die Menschen verstehen es nicht, wenn wir Aufständischen nicht nachstellen und sie bekämpfen", sagte die Verteidigungspolitikerin. "Die Menschen in den Dörfern müssen das Gefühl haben, dass sie sich auf uns verlassen können und wir ihnen Sicherheit geben. Sonst halten sie sich an die anderen."

Quelle: Der Tagesspiegel

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