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IWF-Vize will weiteres Hilfspaket für Irland

Archivmeldung vom 02.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
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David Lipton, der stellvertretende geschäftsführende Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), hat im Gespräch mit der "Welt" für ein weiteres Hilfspaket für Irland plädiert. "Irland hat alles getan, um die Wirtschaft wieder zu stabilisieren, aber die Volkswirtschaft bleibt geschwächt. In dieser Situation sollte die Troika Irland mit vorsorglichen Maßnahmen zur Seite stehen", sagte Lipton. Ende Dezember läuft das derzeitige Rettungsprogramm für Irland aus.

Lipton warnt Dublin allerdings davor, ab dem kommenden Jahr ganz auf Unterstützung zu verzichten. "Wenn ein Sturm aufkommt, ist es gut, einen Rettungsring zumindest in der Nähe zu haben, den man im Notfall greifen kann", sagte Lipton der "Welt". "Wir wünschen uns ein Paket, das Geld für den Notfall zur Verfügung stellt - auch wenn wir davon ausgehen, dass der Notfall nicht eintritt."

Die irische Regierung äußert sich gegenwärtig nicht dazu, ob sie ein weiteres Hilfspaket anstrebt. Irlands Entscheidung dürfte auch davon abhängen, welche Signale diesbezüglich aus Berlin kommen. In der vergangenen Woche traf sich Lipton mit dem immer noch zögernden irischen Finanzminister Michael Noonan, um mögliche weitere Hilfsmaßnahmen zu besprechen.

Im Gespräch mit der "Welt" warnte der hohe IWF-Beamte davor, dass eine Abkehr der US-Notenbank Fed von der Politik des ultra-billigen Geldes die Volkswirtschaften an der Peripherie der Euro-Zone belasten könnte. "Eine Änderung der US-Geldpolitik kann dazu führen, dass die Finanzmärkte risikoscheuer werden", sagte Lipton. Das habe auch Auswirkungen auf die Euro-Peripherie. "Niedrigere Leitzinsen in den USA würde die Euro-Krise nicht erneut ausbrechen lassen, dürften aber für erheblichen finanziellen Druck sorgen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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