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EU-Kommission: Plattformen müssen Terror-Inhalte schneller löschen

Archivmeldung vom 12.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Zensur / Geschloßen / Kriminell / Illegal
Zensur / Geschloßen / Kriminell / Illegal

Bild: Maik Schwertle / pixelio.de

Wenn Internetplattformen terroristische Inhalte nicht schnell genug löschen, sollen ihnen nach Angaben von EU-Sicherheitskommissar Julian King künftig drakonische Geldstrafen drohen. "Der potenzielle Schaden, der durch terroristische Inhalte verursacht wird, steigt dramatisch mit jeder Stunde, in der sie online bleiben, sich verbreiten und gefährdete, oft junge Menschen radikalisieren", sagte King den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Ein Gesetzesvorschlag der Kommission sehe deshalb vor, dass die Internetplattformen verpflichtet werden, terroristische Inhalte innerhalb einer Stunde zu löschen, wenn sie Löschungsanordnungen von der Polizei oder den Justizbehörden erhalten. King zeigte sich zuversichtlich, dass die große Mehrheit der Internetplattformen kooperativ sein werde. Dennoch würden effektive Sanktionen benötigt, sagte King mit Blick auf die geplanten hohen Strafandrohungen: Im Fall eines systematischen Verstoßes gegen d ie Löschanordnungen solle eine Geldstrafe von bis zu vier Prozent des weltweiten Umsatzes verhängt werden können. Das könnte bei großen Internetplattformen nach Berechnungen der Funke-Zeitungen eine Strafe in dreistelliger Millionenhöhe oder sogar in Milliardenhöhe bedeuten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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