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Kritik am Gas-Pipeline-Projekt Nord Stream II wächst nach dem Diktat der USA an die EU

Archivmeldung vom 27.07.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.07.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Pipeline (Symbolbild)
Pipeline (Symbolbild)

Bild: pixelio.de/R. Duba

In Deutschland wächst die Kritik am russischen Gas-Pipeline-Projekt Nord Stream II. Am Dienstag hatte das US-Repräsentantenhaus unter anderem wegen dieser geplanten zweiten russischen Gas-Pipeline durch die Ostsee nach Deutschland neue Sanktionen gegen Russland beschlossen.

"Das Projekt ist volkswirtschaftlich nicht sinnvoll", sagte Ex-Grünen-Chef Reinhard Bütikofer der "Bild". "Es widerspricht Kernzielen der europäischen Energiepolitik." Bütikofer kritisierte, die Pipeline "erhöht die Gas-Abhängigkeit von Russland und verletzt Interessen unserer östlichen Nachbarn vor allem Polens". Für die Versorgungssicherheit Deutschlands "ist Nord Stream II gerade nicht notwendig". Auch Claudia Kemfert, Chefin der Energie-Abteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), sagte der "Bild", Nord Stream II werde für die Versorgung in Deutschland nicht gebraucht.

Gleichzeitig übte Kempfert aber massive Kritik an den wegen des Projektes gegen Russland verhängte Sanktionen. Diese träfen nicht nur Russland, sondern auch Europa. "Die US-Sanktionen sind Wirtschaftskrieg der USA gegen Russland und Europa. Das kann man so nicht stehen lassen." Der Vize-Chef des EU-Parlamentes, der deutsche FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff, mahnte in der "Bild": "Es gibt keinen Anlass zur Dramatisierung. Das Problem ist überschaubar. Aber wir müssen trotzdem klar Stellung beziehen. Wenn die USA Russland bestrafen will, darf sie nicht Europa treffen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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