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BDA-Chef: Deutschland und Frankreich sollen Reformen vorantreiben

Archivmeldung vom 01.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Ingo Kramer (2017)
Ingo Kramer (2017)

Bild: Screenshot Phoenix Sendung "Phoenix vor Ort Tarifseinheitsgesetz: Ingo Kramer im Tagesgespräch am 24.01.2017" / Eigenes Werk

Ingo Kramer, der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), fordert Deutschland dazu auf, zusammen mit Frankreich "wieder Zugmaschine für notwendige EU-Reformen" zu werden. "Der Vertrag von Maastricht stellt einen der kraftvollsten Schritte gelungener europäischer Integration dar. Er steht für den wegweisenden Wandel hin zu der Europäischen Union, wie wir sie heute kennen: als Europa mit einer Währung, mit Freizügigkeit für Arbeitnehmer und Selbstständige sowie einem gemeinsamen Binnenmarkt", sagte Kramer der "Passauer Neuen Presse" anlässlich des Inkrafttretens der Maastricht-Verträge vor 25 Jahren.

Das Jahr 2019 bringe mit dem Brexit und den Wahlen zum Europäischen Parlament wichtige Weichenstellungen zur Zukunft der EU. "Ich wünsche mir, dass Deutschland zusammen mit Frankreich wieder Zugmaschine für notwendige EU-Reformen wird", so Kramer. Der BDA-Präsident verlangte "mehr europäisches Handeln un d Selbstbewusstsein". "Wir müssen den wirtschaftlichen Kriterien mehr Geltung verschaffen, damit die Volkswirtschaften der EU ganz im Geiste von Maastricht wettbewerbs- und leistungsfähiger werden. Ob Freihandel, Sicherheits- oder Flüchtlingspolitik - da, wo die Nationalstaaten alleine nicht das Gewicht und daher kaum mehr politische Gestaltungsmöglichkeiten haben, brauchen wir starke gemeinsame Antworten der EU", so Kramer. Nur eine "überzeugte und handlungsfähige EU" könne die globalen Herausforderungen "in Zeiten schädlichen Protektionismus und Nationalismus in Europa und der Welt meistern". Abschottung sei ein Irrweg, so der BDA-Präsident.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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