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Bundesfinanzministerium warnt vor Handel mit EU-Pässen

Archivmeldung vom 18.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Das Bundesministerium der Finanzen (BMF, auch Bundesfinanzministerium)
Das Bundesministerium der Finanzen (BMF, auch Bundesfinanzministerium)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das Bundesfinanzministerium hat die Programme zum Kauf von EU-Pässen scharf kritisiert, mit denen einige EU-Staaten wie Malta, Zypern oder Ungarn versuchen, Vermögende aus Drittstaaten anzulocken. Die Passprogramme der EU-Länder könnten ein Einfallstor für Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Steuerflucht sein, warnt das Ministerium in seiner Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion.

"Die Gefahr besteht insbesondere dann, wenn der Erwerb (eines Passes) nur eine eingeschränkte oder keine physische Präsenz voraussetzt", heißt es in der Antwort, die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegt. Problematisch sei auch, wenn die Länder den ausländischen Reisepass-Erwerbern zusätzlich eine besonders niedrige Besteuerung oder sogar Steuerfreiheit anböten. "Das Ziel der Bundesregierung ist es, eine umfassende Lösung für Umgehungsversuche zu finden", so das Ministerium. "Wer sich in Malta quasi ohne Auflagen einen europäischen Pass kauft, hat Zugang zum gesamten Schengenraum", warnte Grünen-Europapolitikerin Franziska Brantner. "Der Passhandel ist nicht nur gegen alle Prinzipien des Rechtsstaates, sondern auch das Einfallstor für Geldwäsche und Steuerflucht", sagte die finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Lisa Paus.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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