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Athen fordert Berlin zu Verhandlungen über Reparationen von 320 Milliarden Euro auf

Archivmeldung vom 05.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Symbolbild
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Foto: Christos Vittoratos
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Griechenland hat Deutschland mit einer sogenannten diplomatischen Verbalnote zu Verhandlungen über Reparationen wegen Kriegsschäden vom Ersten und Zweiten Weltkrieg aufgefordert. Die Verbalnote wurde am Dienstag im Außenministerium vom griechischen Botschafter überreicht, schreibt das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es auf der deutschen Webseite: „Athen hatte die Verbalnote bereits Ende April angekündigt, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Damals hatte das Parlament die Regierung von Premier Alexis Tsipras damit beauftragt, Reparationen von Deutschland zu fordern. Tsipras hatte erklärt, nach dem Ende der Hilfsprogramme für das pleitebedrohte Land sei dafür nun der richtige Augenblick. Es sei ihm wichtig, mit Deutschland auf Augenhöhe und freundschaftlich zusammenzukommen.

Vor drei Jahren hatte eine griechische Expertenkommission Zahlungen in Höhe von bis zu 309,5 Milliarden Euro für den Zweiten und etwa 9,2 Milliarden Euro für den Ersten Weltkrieg errechnet.

Laut Zahlen der Pariser Konferenz von 1946 sind in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs  558 000 Menschen getötet worden und 880 000 durch Verletzungen arbeitsunfähig geworden. Deutschland sieht das Thema jedoch als erledigt an; die Regierung in Berlin stützt sich dabei auf den 1990 zur Wiedervereinigung unterzeichneten Zwei-plus-Vier-Vertrag. Die Frage nach Reparationen sei juristisch wie politisch abschließend geregelt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert im April anlässlich des griechischen Parlamentsbeschlusses. Juristen und Historiker jedoch sind sich uneins über das Anrecht der Griechen auf Reparationen."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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