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Kartellamt will Luftfahrtbranche im Auge behalten

Archivmeldung vom 27.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Eine Boeing 737-700 der Air Berlin
Eine Boeing 737-700 der Air Berlin

Foto: Lasse Fuss
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nach der Pleite von Air Berlin richtet das Bundeskartellamt sein Augenmerk längerfristig auf die Luftfahrtbranche. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Behördenpräsident Andreas Mundt, "ja, wir bleiben da sicherlich dran".

Die Bonner Behörde prüft derzeit ein Verfahren gegen die Lufthansa, die nach dem Ende des Flugbetriebs von Air Berlin im innerdeutschen Flugverkehr zeitweilig konkurrenzlos war. Es habe viele Beschwerden gegeben, vor allem über die Preisentwicklung, sagte Mundt. "Wir wollen uns jetzt erst mal ansehen: Was ist bei den Preisen eigentlich passiert? Da reicht ja kein Gefühl, da reicht auch keine Momentaufnahme." Man müsse die Preissysteme verstehen.

"Das ist sehr viel Detailarbeit. Da sind wir jetzt mittendrin." Auf dieser Grundlage werde das Kartellamt entscheiden, ob es ein Verfahren einleite, so Mundt. "Aber da gibt es weder eine Tendenz, noch einen Zeitplan." Seit wenigen Wochen hat die Lufthansa auf wichtigen innerdeutschen Routen wieder Konkurrenz durch den britischen Billigflieger Easyjet. Für Mundt ist das kein Grund, den Fall zu den Akten zu legen: "Ich glaube nicht, dass ein Verfahren allein deshalb entbehrlich ist, weil jetzt bestimmte Strecken wieder von einem Wettbewerber bedient werden. Es sind ja auch nicht alle Strecken." Zudem werde es möglicherweise in Zukunft wieder weitere Monopolstrecken geben.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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