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Griechenlands Wirtschaftsminister erwartet zweiten Schuldenschnitt

Archivmeldung vom 02.07.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.07.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Kostis Chatzidakis
Kostis Chatzidakis

Foto: Ferengi
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Griechenlands Wirtschaftsminister Kostis Chatzidakis rechnet mit einem weiteren Schuldenschnitt für sein Land nach der Bundestagswahl. Gegenüber der "Welt" sagte Chatzidakis: "Wenn wir zuverlässig sind und positiv überraschen, bin ich mir sicher, dass unsere Partner ihre Solidarität mit Griechenland zeigen werden."

Die griechische Regierung setze die Bedingungen der Troika um und tue alles Mögliche, um am Ende des Jahres wie zugesichert einen strukturellen Überschuss zu erzielen. Der Politiker zeigte sich überzeugt, dass die griechische Wirtschaft auf dem Weg der Besserung sei. "Griechenland dreht wieder auf Kurs", sagte Chatzidakis. "Das heißt nicht, dass wir alle Probleme überwunden haben, aber die Lage ist viel besser als im vergangenen Sommer, als wir die Regierung übernommen haben."

Auch die Bevölkerung schöpfe allmählich wieder Mut - trotz der bereits fünf Jahre andauernden Rezession und einer erschreckend hohen Jugendarbeitslosigkeit von 64 Prozent. "Die Menschen in Griechenland halten durch, weil sie beginnen, ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen", sagte Chhatzidakis. Auch deshalb hätten die Bürger auf die im November verkündeten harten Sparmaßnahmen im November weniger extrem reagiert als in den vorangegangenen Jahren.

Chatzidakis kündigte an, dass die Regierung ihr Privatisierungsprogramm, das zuletzt ins Stocken geraten war, weiter treiben will. Die gescheiterte Privatisierung des Gaskonzerns Depa beispielsweise werde bald erneut aufgelegt. Weitere Privatisierungen sollten folgen. "Wir schreiben zum Beispiel die Konzessionen für die Häfen und regionalen Flughäfen aus. Fraport und der Flughafen München haben bereits Interesse angemeldet", sagte der Politiker. Zudem beginne bald der Verkauf der griechischen Eisenbahn.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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