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Deutsche Militärausgaben schon jetzt fast so hoch wie die russischen

Archivmeldung vom 20.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Einmarsch der Bundeswehr in fremden Ländern (Symbolbild)
Einmarsch der Bundeswehr in fremden Ländern (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Angesichts zunehmender Krisen drängte der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg Deutschland bereits 2015 zu hö- heren Militärausgaben. Doch ist dies gerechtfertigt? 2016 lagen die deutschen Verteidigungsausgaben bei 34,3 Mrd. Euro. Aufgrund Paragraph 120 des Grundgesetzes kommen die Aufwendungen für Besatzungskosten der 25.000 britischen und der 60.000 US-amerikanischen Soldaten hinzu. Laut dem Finanzportal Goldseiten.de müssen über 70 unter amerikanischem oder britischem Befehl befindliche Militärstützpunkte mitsamt ihren Flugzeugen, Panzern, Raketenwerfern und über 100 Atombomben von deutschen Steuern bezahlt werden.

Neben den reinen Stationierungskosten muss Deutschland auch die Aufwendungen für die Errichtung neuer Unterkünfte, Truppenü- bungsplätze und den Ausbau von Militärflughäfen übernehmen. Das Goldseiten.de schätzte 2014 diese Besatzungskosten auf über 30 Mrd. Euro jährlich. Damit kommen Deutschlands Militärausgaben 2016 auf insgesamt 64,3 Mrd. Euro und liegen knapp unter den russischen Verteidigungsausgaben von 66,4 Mrd. Euro (2015). Wissen und wollen das die Deutschen? [4]

Datenbasis: [4] www.wiwo.de/politik/deutschland/bundeswehr-nato-fordert-hoeheremilitaerausgaben-von-deutschland/11984744.html | www.goldseiten.de/artikel/215315– Deutschland~-Aktuelle-Besatzungskosten-belaufen-sich-geschaetzt-auf-ueber-30-Mrd-- jaehrlich-.html | https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mitden-hoechsten-militaerausgaben/

Quelle: S&G Hand-Express Ausgabe 17