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US-Botschafter: Deutsche und Amerikaner haben unterschiedliche Vorstellung von Privatsphäre

Archivmeldung vom 02.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
John B. Emerson
John B. Emerson

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Botschafter der USA in Deutschland, John Emerson, hat das Vorgehen des US-Auslandsgeheimdienstes NSA mit dem Verweis auf kulturelle Unterschiede verteidigt. "Amerikaner sehen es als Verletzung der Privatsphäre, wenn jemand ihre Briefe und E-Mails liest oder ihre Telefonanrufe mithört", sagte der Botschafter dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Deutsche hingegen hielten ihre Privatsphäre bereits dann für verletzt, "wenn jemand die Kommunikationsdaten sammelt", fügte Emerson hinzu. Als Beispiel nannte für die unterschiedlichen Einstellungen nannte Emerson den Umgang mit Google Street View. In Deutschland riefen die Menschen beim Unternehmen an, um ihr Haus von der Internet-Seite entfernen zu lassen. In den USA wollten die Menschen genau wissen, wann die Kamerawägen kämen, damit sie sich vor das Haus stellen und winken könnten. Mit Blick auf die Debatte über die Rolle des deutschen Bundesnachrichtendienstes als Partner der NSA sagte der US-Diplomat, "dass die fortlaufende Kooperation zwischen unseren Geheimdiensten kein Geheimnis ist".

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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