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Bundestagsabgeordnete: Weißrussland die Eishockey-WM entziehen

Freigeschaltet am 14.01.2021 um 06:45 durch Andre Ott
(Symbolbild)
(Symbolbild)

Bild: AfD Deutschland

Wegen der massiven Repressionen gegen die Demokratiebewegung in Weißrussland fordern Bundestagsabgeordnete, dem autoritär regierten Land die Eishockey-WM zu entziehen. "Die WM kann und darf nicht in einem Land stattfinden, in dem die Staatsmacht massive Menschenrechtsverletzungen begeht, friedliche Proteste gewaltsam unterdrückt und alle Kritikerinnen und Kritiker brutal verfolgt und einsperrt", sagte Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) dem "Tagesspiegel".

"Das brutale und skrupellose Vorgehen von Lukaschenko gegen die eigene Bevölkerung ist völlig inakzeptabel und darf nicht auch noch mit der öffentlichen Inszenierung einer WM belohnt werden", sagte Roth. Es sei Zeit, dass die Bundesregierung Farbe bekenne und sich beim Deutschen Eishockey-Bund und der Internationalen Eishockey-Föderation dafür einsetze, Belarus die Ausrichtung der WM zu entziehen.

Unterstützung für diese Forderung kommt auch aus der Koalition. "Die Eishockey-Weltmeisterschaft sollte nicht in Belarus stattfinden", sagte der stellvertretende Unionsfraktionschef Johann Wadephul. "Das immer wieder brutale Vorgehen der Machthaber gegen friedliche Demonstranten und die Festnahme von inzwischen mehr als 30.000 Menschen, und dabei auch gezielt von Sportlern, widerspricht völlig dem Geist, den Werten und den Zielen des Sports." Eine Eishockey-WM in Belarus würde nur Lukaschenko legitimieren.

Die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Bundestages, Gyde Jensen (FDP), betonte, die Politik könne und solle dem Sport keine Vorgaben machen. Der Sport sei unabhängig, allerdings auch nicht unpolitisch. "Es wäre ein grober Fehler, angesichts der aktuellen Ereignisse die WM in Belarus auszurichten." Auch Jensen fürchtet, Lukaschenko würde dies als Bestätigung verstehen. Es gehe nicht um einen Boykott des Sportereignisses, betonte die FDP-Politikerin. Die Eishockey-WM könne ganz in Lettland stattfinden.

Quelle: Der Tagesspiegel (ots)


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