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Seoul wirft Nordkorea Versenkung von Kriegsschiff vor

Archivmeldung vom 20.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Flagge von Südkorea
Flagge von Südkorea

Die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea haben sich dramatisch verschärft. Gegenstand der Auseinandersetzung ist noch immer das südkoreanische Kriegsschiff, das vor etwa zwei Monaten gesunken war. Untersuchungen zum Untergang der Korvette haben Seoul zufolge nun ergeben, dass das Schiff von einem nordkoreanischen Torpedo getroffen wurde und daraufhin sank.

"Überwältigende Beweise" ließen auf einen Beschuss des Kriegsschiffs durch Nordkorea schließen, so die Ermittler, es gebe "keine andere glaubwürdige Erklärung." Die Sachverständigen hatten zu diesem Zweck Teile des Wrack sowie Trümmer untersucht. Der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak warf Pjöngjang daraufhin "militärische Provokation" vor. Seoul wolle entschieden gegen Nordkorea vorgehen, genaue Details wurden aber nicht genannt. Die Kommunisten wiesen die Berichte über eine Schuld an dem Untergang des Kriegsschiffes zurück und drohten ihrerseits mit Gegenschlägen und "harten Maßnahmen, bis zum totalen Krieg". Die "Cheonan" war am 26. März in südkoreanischen Gewässern an der Grenze zu Nordkorea nach einer Explosion gesunken. Die Unglücksursache war zum damaligen Zeitpunkt unklar. Bis zu 46 Menschen kamen ums Leben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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