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Continental-Chef Degenhart: "Wirtschaftsflüchtlinge müssen zurückgeschickt werden"

Archivmeldung vom 04.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Screenshot Youtube Video
Bild: Screenshot Youtube Video

Mit Elmar Degenhart (57), Chef des Hannoveraner Automobilzulieferers und Reifenherstellers Continental, sorgt sich ein weiterer prominenter Manager um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. "Der weltweite Kampf um die Industrieproduktion ist in eine neue, sehr ernste Phase getreten", sagte Degenhart dem am Freitag erscheinenden Hamburger Wirtschaftsmagazin BILANZ. Vor allem die USA und China versuchten, ihre Anteile an industrieller Wertschöpfung drastisch zu erhöhen. "Dafür schaffen beide Länder sehr attraktive Rahmenbedingungen. Ihre Trümpfe sind dabei vor allem geringere Arbeits- und Energiekosten sowie höhere Flexibilität, als wir sie bieten."

Auch der ungesteuerte Flüchtlingsstrom bereitet ihm großes Kopfzerbrechen. "Den politisch verfolgten Flüchtlingen muss geholfen werden. Mit der gleichen Konsequenz müssen aber auch Wirtschaftsflüchtlinge schnell identifiziert und in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden", fordert Degenhart. "Würden wir in diesem und im kommenden Jahr erneut jeweils eine Million Flüchtlinge oder mehr aufnehmen, wäre Deutschland mit Sicherheit überfordert. Denn Flüchtlinge auszubilden und in den Erwerbsprozess zu integrieren, dauert schlicht eine gewisse Zeit. Aber nichts integriert besser als Arbeit, Aufgabe und Auskommen."

Als dringend zu lösende Aufgaben für die Politik sieht er vor allem die europäische Flüchtlingsfrage und dann "dringend das Einbetten der Energiewende Deutschlands in eine europäische Energiepolitik". Degenhart zu BILANZ: "Besonders bei der Erzeugung von erneuerbaren Energien müssen die Subventionen durch mehr Wettbewerb verringert werden. In Deutschland müssen die Rahmenbedingungen für Bildung und Innovation dringend verbessert werden." Ganz wichtig sei, das Auseinanderdriften der Europäischen Union aufzuhalten. "Denn wenn Europa zerbricht, löst sich unsere Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstandsbasis weiter auf. Unter dem dabei entstehenden Scherbenhaufen würden in Europa alle Mitglieder sehr leiden. Europa kann sich nur als Einheit erfolgreich zwischen den Wettbewerbern Russland, China und den USA behaupten", sagte der Continental-Chef.

Quelle: BILANZ (ots)

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