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Freigelassene Journalistin fordert Druck auf die Türkei

Archivmeldung vom 15.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Repression: nimmt in Türkei zu.
Repression: nimmt in Türkei zu.

Bild: pixelio.de, sokaeiko

Die aus der Haft in der Türkei freigelassene deutsche Journalistin Mesale Tolu hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, weiter Druck auf die Regierung in Ankara zu machen. Der "Frankfurter Rundschau" sagte die 33-Jährige, die im Dezember aus der Untersuchungshaft entlassen worden war: "Deutschland muss die Türkei weiter Druck spüren lassen. Die Menschenrechtssituation in der Türkei hat sich nicht verändert, sie ist immer noch kritisch. Solange das Land über ein Notstandsgesetz regiert wird und alles über Dekret entschieden wird, müssen alle weiterhin auf die Türkei schauen."

Vor Tolu war bereits der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner aus der Haft in der Türkei entlassen worden. Tolu sagte in der "Frankfurter Rundschau": "Meine Freilassung und Peters Freilassung hängen nicht nur mit der veränderten Haltung der Türkei zusammen, sondern auch mit dem Druck aus Deutschland." Mesale Tolu hatte mehrere Monate gemeinsam mit ihrem damals zweijährigen Sohn im Gefängnis verbracht. Sie sagte der "Frankfurter Rundschau": "Ich bin auch nicht die einzige Mutter gewesen, die mit ihrem Kind inhaftiert war. Es sind Tausende Frauen mit Hunderten Kindern im Gefängnis."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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Bild: Erwin Lorenzen / pixelio.de
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